Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

Wie viel muss ich in ein Exposé packen? Ich kann die Teile nicht ab, ich kann sie nicht schreiben, ich kann es nicht ausformulieren, weil es mir die Ideen zerstört und ich Angst habe mich dann genau daran halten zu müssen, obwohl beim Schreiben die Protagonisten möglicherweise einen anderen Weg einschlagen wollen.

    Geht mir ganz genauso. Ich bin ein lausiger Exposéschreiber; meine Exposés bringen selbst meinen Agenten zum Gähnen. Ich habe noch nie einen Roman über ein Exposé verkauft. Jedenfalls... nicht NUR über das Exposé.

    Es wurde erst anders, als ich anfing, zu einem Romanprojekt die ersten ein, zwei Kapitel zu schreiben, dabei natürlich an einer Stelle aufzuhören, wo der Leser (meiner Meinung nach) nach Luft schnappt und denkt, "und WIE WEITER?? Das KANN er doch nicht MACHEN!!!?" Und dann folgt... nein, kein wirkliches Exposé, sondern etwas, das so aussieht, aber eigentlich mehr eine Art langer Klappentext ist. Manchmal verrate ich nicht einmal den Schluß, sondern höre mit den berühmten drei Punkten nach einem vielsagenden Schlußsatz auf... Es sind die ersten Kapitel, die das Buch verkaufen, der Rest gibt nur noch eine Vorstellung davon, worum es gehen soll.


    www.AndreasEschbach.com
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