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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Die Flut von Kurzgeschichten und seltsamen kleinen Textfragmenten, die, da nur einige wenige zur Veröffentlichung in Fanzines kamen, zu größten Teilen in Schubladen ruhen (und dort auch bleiben werden), benötigten zu ihrer Entstehung jeweils nur Stunden, höchstens Tage, nie aber Wochen. Das gleiche trifft jetzt auch für meine "Lohnschreiberei" zu. Bin ich vielleicht ein nicht "der Typ", ein Schriftsteller zu sein?
Die Frage ist vor allem, ob man bereit ist zu der Art Arbeit, wie sie ein Schriftsteller verrichtet. Das hat in erster Linie mit Ausdauer und Durchhaltevermögen zu tun und erst dann mit Dingen wie Talent oder Sprachgefühl, die gleichwohl nicht schaden - aber ohne die ersten beiden Dinge geht es überhaupt nicht. Man kann kein Buch in Stunden oder Tagen schreiben. Man kann allerdings Kapitel in Stunden oder Tagen schreiben, und wenn man genügend davon in geeigneter Weise aneinanderreiht, hat man am Ende einen Roman. Das ist, anbei bemerkt, das ganze Geheimnis der Ausdauer.
www.AndreasEschbach.com
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