Streng genommen ist der Unterschied der: ein Exposé ist der Entwurf eines Buches, wie man es vorhat zu schreiben - aber es ist noch nicht geschrieben -, eine Synopsis ist eine Inhaltsangabe, die man nachträglich anfertigt zu dem Zweck, jemandem (einem Verlagsmenschen) einen Überblick über die Handlung des Romans zu verschaffen, den man geschrieben hat.
Mit anderen Worten, das, was man der Leseprobe seines Erstlings beilegt, ist eine Synopsis, weil es das Buch ja gibt. Und ja, diese Synopsis muß dem Leser verraten, "wie es ausgeht". Wie so etwas aussieht, kann man sich in Büchern der Sekundärliteratur anschauen - wie etwa die Handlung von Thomas Mann's "Zauberberg" oder von Shakespeare's "Hamlet" geschildert wird. Diese Art, eine Geschichte zu erzählen, ist eine ganz eigene Kunst, und seine erste Synopsis muß man wahrscheinlich mindestens so oft umschreiben wie den Roman, ehe sie was taugt.
Also, um das klarzustellen: es ist kein Klappentext!
Zum Umfang einer Synopsis habe ich neulich eine hübsche Regel gelesen: eine Zeile pro Seite Roman - für einen Roman von 300 Seiten wären das 300 Zeilen = 10 Seiten. Für meinen Geschmack zuviel - ich würde die Hälfte raten.