Das sind die Schritte:
- Finden Sie heraus, welche Verlage in Frage kommen.
- Nehmen Sie zu diesen Verlagen Kontakt auf und finden Sie heraus, ob diese daran interessiert sind, Ihr Buch zu veröffentlichen.
- Schließen Sie mit einem interessierten Verlag einen Verlagsvertrag.
Nun, genausowenig, wie es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt, wie man ein Buch SCHREIBT, gibt es eine für die Verlagssuche. (Gut, es gibt solche Anleitungen. Aber sie funktionieren nicht.)
Die Verlagssuche ist ein Abenteuer. Man muß sich mit voller Energie und Entschlossenheit hineinbegeben, muß mit allem rechnen, auf alles gefaßt sein und jede Möglichkeit ergreifen, die sich einem bietet. Es gibt keine vorgezeichneten Pfade, keinen "Dienstweg", dafür jede Menge Überraschungen.
Nun wollen Sie aber wissen, was Sie tun sollen.
Zunächst sollten Sie eine klare Vorstellung davon gewinnen, in welchem Verlag Ihr Buch gut untergebracht wäre. Stöbern Sie dazu in großen Buchhandlungen, in Verlagsprospekten usw.; auch die Frankfurter Buchmesse ist sehr aufschlußreich und ergiebig (allerdings nicht geeignet, um als Autor mit Verlagen direkt Kontakt aufzunehmen; nicht zuletzt, weil es eine für Autoren letztlich deprimierende Veranstaltung ist). Wenn Sie Ihren Roman z.B. als Krimi einordnen wollen (um eine Einordnung kommen Sie nicht herum), dann sollten Sie möglichst alle Krimireihen kennen, usw.
Der Katalog der Frankfurter Buchmesse ist übrigens auch sehr ergiebig, was Adressen anbelangt: alle wichtigen Verlage stehen darin und auch Literaturagenten.
Wenn man einen Literaturagenten für sich gewinnen kann: das ist natürlich der Königsweg, denn der macht dann alles weitere. Generell haben Agenten einen besseren Zugang zu Verlagen, kennen die Leute persönlich und sind unerschrockener, denn es ist ja nicht ihr Buch.
Die nächstbessere Methode, vorzugehen - wenn man sich traut - ist, bei Verlagen anzurufen, sich mit dem Lektor verbinden zu lassen und dem dann eine kurze Zusammenfassung zu geben von dem, was man anzubieten hat. Der sagt dann ja oder nein, und wenn er ja sagt, will er eine Leseprobe haben, eine Inhaltsangabe zum restlichen Buch und ein paar Angaben zum Verfasser, und das alles sollte man ihm so schnell wie möglich schicken können.
Die Ochsentour ist: Verlage anschreiben und warten, was passiert. Hierfür auf jeden Fall schon mal einen dicken Ordner für die Ablehnungsschreiben bereitlegen und AUF JEDEN FALL MEHRERE VERLAGE GLEICHZEITIG anschreiben. Und möglichst schon eine Adressenliste weiterer Verlage bereit haben, so daß jedes zurückgesandte Mansukript NOCH AM SELBEN TAG wieder verschickt werden kann!