Richtig, das ist völlig egal, solange man einfach nur schreibt.
Sie sollten auch nicht das eine als Vorbereitung für das andere sehen. Kurzgeschichten und Romane stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an den Autor. Es gibt Autoren, die ohne viel Federlesens einen Fünfhundertseiten-Schmöker herunterschreiben, aber keine brauchbare Kurzgeschichte zuwege bringen, und andere, bei denen es umgekehrt ist.
Der Vorteil der Kurzgeschichte ist, daß man relativ rasch ein Erfolgserlebnis hat, weil man relativ rasch zu einem kompletten Text gelangt, den man lesen, lesen lassen, vorlesen usw. kann. Ein Roman, das ist immer ein Langzeitprojekt - auf der anderen Seite kann einen ein Roman manchmal auch "tragen", wenn die Handlung erst mal in Fluß gekommen ist.
Also, kurzum: Schreiben Sie einfach erst mal, wozu Sie LUST haben! Das ist ein Aspekt, der viel zu häufig vergessen wird - daß einem das Schreiben AN SICH Spaß machen muß, nicht das "geschrieben-haben". Wenn einem das Schreiben an sich keinen Spaß macht, sollte man es lassen.