Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

Ich habe schon 2 große Storys und eine Kurzgeschichte (besser gesagt nur einen Teil davon) auf die Beine gestellt.

    Nun sage ich erst mal was Häßliches: das ist noch nicht viel. Ehe einer Wurst verkaufen darf an der Theke, muß er drei Jahre lang jeden Tag acht Stunden lang eine Lehre machen. Das sind etwa 5.000 Stunden, in dieser Zeit kann man gut und gerne 10.000 Seiten schreiben. Sollte man das nicht als angemessene Lehrzeit für Schriftsteller betrachten? Die ersten 10.000 Seiten?

    Und nun sage ich etwas Tröstliches: es gibt einen SICHEREN, ZUVERLÄSSIGEN und EINFACHEN Weg, die eigene Schreibe zu verbessern. Nämlich indem man schreibt, schreibt, schreibt! Es ist eine wenig bekannte Tatsache, daß man etwa alle 100.000 geschriebenen Worte einen Quantensprung macht. Bis dahin scheint sich nichts zu tun, aber dann, plötzlich, findet man sich auf einer neuen Ebene wieder und staunt beinahe über sich selbst. Ein amerikanischer Journalist hat dieses Phänomen in einem Artikel einmal erwähnt, und ich kann es aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen.

    Hunderttausend Worte sind natürlich nicht wenig. Das sind fast zwei durchschnittliche Romane.

    Und danach geht es ja weiter. Zum nächsten Quantensprung.

    Sind Sie nun entsetzt? Oder begeistert? Ich hoffe, letzteres. Denn ich habe Ihnen gerade den Weg beschrieben, den Sie gehen können, um Ihr Ziel zu erreichen.


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