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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Nachdem ich im Urlaub in Ruhe über den ersten Teil meines Romanes nachgedacht habe, kam ich zu dem Schluss, dass eine ganze Menge geändert werden muss. Jetzt stellt sich die Frage, ob ich gleich das, was ich schon geschrieben habe, überarbeite, oder den Roman erst einmal zu Ende schreibe. Die Sofort-Überarbeitung scheint mir gefährlich, weil das ja praktisch einen Abbruch darstellt - allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ich mit den Verbesserungsansätzen im Hinterkopf vernünftig fertig schreiben kann.
Das hängt natürlich sehr von der Art der Veränderungen ab. Wenn die bereits geschriebene Geschichte dadurch sehr anders verläuft, wenn andere Figuren eine Rolle spielen usw., dann macht es wenig Sinn, weiterzuschreiben, weil dann ja auch das, was man weiter schreibt, nicht so bleiben wird.
Allerdings sollte man im Zweifelsfall immer dem Fertigschreiben den Vorzug geben. Sonst fängt man womöglich 27-mal neu an und kriegt nichts fertig, und das hilft einem nicht weiter. Ich würde Ihnen also raten, alle Ideen zur Verbesserung auf einer schönen großen Liste festzuhalten und dann munter weiterzuschreiben. Denn: womöglich fallen Ihnen ja noch Verbesserungen zu den Verbesserungen ein? Die notieren Sie auch gleich, ohne sich im Schreiben aufhalten zu lassen.
www.AndreasEschbach.com
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