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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Wenn ich eine Geschichte zu lange ruhen lasse, fällt es mir schwer, den Einstieg wieder zu finden. Andererseits ist etwas Abstand immer ganz gut. Was machen Sie in so einem Fall?
Ja, mir geht das auch so. Wenn die Geschichte "heiß" ist, versuche ich, den Faden zu halten, dran zu bleiben, mich möglichst von nichts ablenken zu lassen.
Aber natürlich kommt da immer was dazwischen...
Um den Faden wieder aufzunehmen, habe ich folgende Methode, die für mich funktioniert:
- ich schaufele einen Abend frei, ganz viel Zeit am Stück, und nehme mir nichts anderes vor
- ich studiere die Grobskizze des Romans, vergegenwärtige mir die geplanten Inhalte der nächsten Kapitel, versuche mich zu erinnern, was mich überhaupt antreibt, dieses Buch zu schreiben
- ich lese die letzten paar Seiten, die ich geschrieben habe, und fange ein bißchen an zu korrigieren - das bringt mich meistens wieder in Fahrt
- ich skizziere die aktuelle Szene - Stichworte zu Dialogen, Kritzeleien zu Schauplätzen
- im Idealfall kann ich es jetzt kaum erwarten, weiterzuschreiben - und das tue ich dann!
Wichtig ist:
- Nicht tausendmal alles bereits Geschriebene wiederzulesen. Irgendwann hat man sich so an den Text gewöhnt, daß man völlig blind wird für Verbesserungsmöglichkeiten. Ich lese den Roman im Ganzen erst durch, wenn ich fertig bin mit der Rohfassung.
- Abstand ist gut, aber erst danach.
www.AndreasEschbach.com
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