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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Überall liest man, dass man die "bösen" Abjektive meiden soll, aber nirgends wird näher darauf eingegangen wieso bzw. wie. Wie soll ich etwas weiches beschreiben, ohne ein Adjektiv zu verwenden?
Zum Beispiel so: "Es gab unter seinen Händen nach."
Worauf diese Regel hinaus will, ist, daß man gut daran tut zu prüfen, ob ein Adjektiv oder Adverb ENTBEHRLICH ist. Wo nicht, bleibt es natürlich.
Ein adjektivreicher Stil ist oft einfach kennzeichnend für Kitsch und Schwulst.
Vergleiche:
"Die blauen Augen des braungebrannten, elegant gekleideten Frauenarztes blitzten zornig, als er sagte: 'Diese vorschnelle Diagnose war ein unentschuldbarer, leichtsinniger Fehler.'"
mit:
"Die Augen des Frauenarztes blitzten, als er sagte: 'Diese Diagnose war ein Fehler.'"
www.AndreasEschbach.com
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