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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Sie sagen, in der Wahrnehmung des Publikums könnten heute deutsche SF-Romane meistens nicht mit der internationalen Konkurrenz mithalten können, was Stil, Sprache und allgemein Handwerkliches anbelangt. Woher kommt das? Ich verstehe nicht, wieso die englischsprachigen Autoren das bessere Werkzeug haben sollten. Gibt es da konkrete Beispiele? Ist vielleicht ihre Sprache grundsätzlich mächtiger?
Das hat logischerweise nichts mit der Mächtigkeit einer Sprache zu tun, denn das, was ich gesagt habe, läßt sich ja auch an Übersetzungen ins Deutsche festmachen. Nein, die englischsprachigen Autoren haben das bessere Werkzeug, und zwar aus literaturhistorischen Gründen. Während sich hierzulande Literatur im Dunstkreis von Mäzenatentum und Geniekult entwickelte, war sie in den angelsächsischen Ländern seit jeher auf die Akzeptanz durch das Publikum angewiesen: Schon Shakespeare mußte vor allem anderen abends sein Theater VOLL kriegen; sein literarischer Nachruhm war ihm dagegen eher schnurz, glaube ich. Und das prägt eben bis heute.
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