Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

In Ihrer Rezension zu "Writing down the bones" schreiben Sie, dass sie sofort mit der einzigen Übung begonnen haben, die in diesem Buch vorkommt. Nämlich dem Schreiben. Was haben Sie in dieser Phase geschrieben? Kurze Geschichten? Gleich einen Roman? Oder einfach nur "the worst junk in the world"?

    The worst junk in the world. Das ging ungefähr so: "Ich weiß nicht ob das was wird ich meine wird das was das ist doch alles Käse das klappt doch nicht das bringt überhaupt nichts das ist das Blödste was ich je gemacht habe ich sollte es aufhören aber ich werde es jetzt zehn Minuten lang machen wie lange ist es oh noch nicht mal eine Minute vergangen das halt ich nicht aus und mein Finger tut mir auch schon weh..."

    Hat nicht viel Ähnlichkeit mit etwas, das irgendwer lesen möchte, nicht wahr? Aber ich fand es sehr befreiend und fand meinen Spaß daran, es einfach zu tun. Immerhin, ich schrieb etwas, und das an sich machte Spaß. Dann, später, las ich das mal durch und fand auf ca. 30 Seiten einen einzigen Satz, den ich gut fand, aber den dafür richtig gut. Poetisch. Wie es einem nur gelingt, wenn das vernünftige Denken gelangweilt abschaltet. Und das war es wert, fand ich.

    Wohlgemerkt: Goldbergs "Timed Exercise" ist genau das - eine Übung. Ein Training. Sozusagen das Aufwärmen für den eigentlichen Lauf. Ihr Hauptzweck ist, das Hauptproblem beim Schreiben zu lösen - den "Integrierten Lektor" zum Schweigen zu bringen. Sie ersetzt nicht alles andere, was man noch veranstaltet um das eigentliche Schreiben herum - das Charakterisieren der Personen, das Skizzieren der Handlung usw.


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