Man kann sich in dem, was man tut, von der Dringlichkeit der Aufgaben leiten lassen oder von ihrer Wichtigkeit. Wichtig und dringlich ist nicht dasselbe.
Dringlich kann sein, einen Strafzettel zu bezahlen, ehe die Frist verstreicht - aber es ist nicht wichtig. Denn: Es bringt Ihnen nichts. Wichtig kann sein, ein Buch zu lesen - oder es zu schreiben. Es ist im Prinzip egal, wann Sie es tun - jetzt, in einem Jahr, in zehn Jahren, nie. Es ist nicht dringlich, das heißt: Es hat keine Konsequenzen, wenn Sie es nicht tun.
Aber vielleicht ist es wichtig? Wenn Sie im Inneren genau wissen, daß Sie dereinst nicht ruhig sterben können, wenn Sie diesen Roman nicht geschrieben haben - dann ist er wichtig.
Nach den Dringlichkeiten zu priorisieren heißt, immer Feuerwehr zu spielen, immer zu reparieren, immer das zu tun, was am lautesten schreit. Immer im Streß zu sein.
Wenn man nach Dringlichkeit priorisiert, kann man keinen Roman schreiben. Um einen Roman zu schreiben, muß man nach Wichtigkeit priorisieren.