Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

Kennen Sie auch die Angst vor dem leeren Blatt? Ich habe, als ich in den USA war, eine Umfrage dort ansässiger Autoren durchgeführt und festgestellt, dass dies ein Phänomen ist, dass sehr häufig vorkommt. Was tun Sie, um sich zu überwinden? Reicht dort allein der Druck, das tägliche Pensum erfüllen zu wollen?

    Nein, die Angst vor dem leeren Blatt kenne ich nicht. Ein leeres Blatt löst in mir im Gegenteil den starken Impuls aus, es füllen zu wollen. Ich gehe oft durch Schreibwarenabteilungen und "schmökere" in leeren Notizbüchern aller Art - sehe mir die leeren Seiten an und überlege, was man da alles hineinschreiben könnte. Bizarr vielleicht, aber jedenfalls habe ich dadurch immer genügend leere Notizbücher zur Hand... :-)

    Das tägliche Pensum ist für mich eher eine Richtgröße, wann ich AUFHÖREN sollte. Weil es ja noch ein Leben außerhalb des Schreibzimmers gibt.

    Nein, man WILL den Roman ja schreiben, oder? Wenn man sich das klar macht - daß man diesen Roman ja UNBEDINGT schreiben will, daß er in einem brennt und lodert - und daß man nicht unbegrenzt viel Zeit auf Erden hat - wo ist dann das Problem? Wozu muß man sich dann überwinden? Zum Sex muß man sich doch auch nicht überwinden, oder? :-)


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