Also, zunächst mal: cool down. Es kommt nicht darauf an, beim Versenden des Manuskripts "keinen Fehler" zu machen. Verlage sind keine Lehrer, die einem Noten geben. Verlage sind gewinnorientierte Unternehmen, die die Mühe, unverlangt eingesandte Manuskript durchzusehen (und das ist eine kostspielige Mühe!), auf sich nehmen, weil sie immer mehr oder weniger auf der Suche sind nach neuen Autoren, deren Texte sich gewinnbringend vermarkten lassen. So müssen Sie das sehen. Das heißt zunächst mal, man kann allerhand Fehler machen. Fehler kümmern im Grunde keinen. Das Einzige, was nicht passieren sollte, ist, daß Sie etwas geschrieben haben, das ein solcher gewinnbringender Text ist, und keiner der Lektoren, die damit konfrontiert werden, bemerkt es. An der Art der Seitennummerierung wird es also gewiß nicht scheitern.
Und damit sind wir beim Punkt. Ein Kurzgeschichtenband eines unbekannten Autors ist nämlich kein gewinnversprechender Text. Das ist keine böswillige Verabredung der Verlage, sondern ein Faktum des deutschen Buchmarktes. Selbst Kurzgeschichtenbände bekannter und berühmter Autoren verkaufen sich in Deutschland schlecht, das heißt, meist mit Verlust. Selbst die Kurzgeschichtenbände von Stephen King (der alles verkaufen könnte, selbst seine Einkaufslisten) verkaufen sich deutlich schlechter als seine Romane. Obwohl sie meist sogar besser sind als diese; damit hat das nichts zu tun. Es ist einfach so: deutsche Leser wollen Romane lesen, keine Kurzgeschichtensammlungen. (Fragen Sie sich doch mal selber, ob Sie EHRLICH lieber Kurzgeschichtensammlungen lesen als Romane? Nein, nicht wahr?)
Natürlich können Sie es trotzdem versuchen, aber seien Sie darauf gefaßt, daß es nicht leicht wird, Ihr Werk unterzubringen. Ich würde Ihnen raten wollen, während dieser Phase des Aussendens des Manuskripts und Einsammelns von Ablehnungsschreiben mit einem Roman zu beginnen. Vielleicht eignet sich ja eine Ihrer Kurzgeschichten dazu, zu einem Roman ausgebaut zu werden?
Ach so, und die direkte Antwort auf Ihre Frage: Ich würde das Manuskript fortlaufend numerieren.