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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Ich habe das Problem, dass ich in der Planungsphase ja nicht schreibe, sondern eben plane. Und das macht mich immer total kribbelig, es fehlt mir, ich fühle mich kreativ nicht ausgelastet, bin unausstehlich und unruhig. Andere Sachen kann ich nicht schreiben, da ich mich immer nur auf ein Projekt konzentrieren kann und will. Aber der "Schreibmangel" hat zur Folge, dass ich schlampig und hudelig plane, nicht warte, bis die Geschichte so richtig "ausgegoren" ist, was sich im ersten Schreibentwurf natürlich brutal rächt. Wie machen Sie das denn in Planungszeiten?
Ich kenne das Phänomen auch, ich habe auch bisweilen zu früh begonnen, und es hat sich auch gerächt... doch inzwischen ist es besser geworden, warum auch immer. Aber warum und wieso? Keine Ahnung. Vielleicht die Routine.
Was ich mir auf jeden Fall angewöhnt habe - und ich glaube, das bewährt sich - ist, in den Phasen, in denen der Roman, an dem ich aktuell schreibe (auch nur immer einer zur gleichen Zeit), sich dem Ende nähert, oder überarbeitet wird usw. schon erste Arbeiten an den Konzepten für weitere Romane zu beginnen. Ideen sammeln, Details zu Charakteren, alternative Handlungsverläufe usw. Das lege ich dann immer rasch wieder beiseite und konzentriere mich auf die eigentliche Arbeit, aber irgendwie arbeitet es im Unterbewußtsein weiter, und später, wenn es ernst wird mit der Planung, habe ich schon einen großen, angenehm duftenden Ideenkompost, so daß es dann schnell weiter voran geht.
www.AndreasEschbach.com
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