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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Was machen Sie, wenn sich ein Buch in der Planungsphase nicht so entwickelt, wie Sie wollen? Beispiel: Ich wollte eine schöne Liebesgeschichte (mit Happy End!) schreiben, aber meine Helden machen nicht mehr mit, tummeln sich derzeit sonstwo und sind so stur, dass sie gar nicht zueinander finden und die Geschichte traurig enden wird!
Ich finde sowas, wenn es beim Schreiben passiert, großartig, bin dann immer ganz stolz auf meine so eigenständigen Figuren und folge ihnen bei dem, was sie stattdessen tun. Weil ich finde, daß genau DAS ein Beweis ist, daß die Romanfiguren "lebendig" geworden sind.
In der Planungsphase allerdings ist es was anderes. Und da hat man ja auch noch alle Möglichkeiten. In der Regel muß man, um solche Dinge zu beheben wie die, die Sie beschreiben, am CHARAKTER der Figur arbeiten und die Eigenschaften, die zu den unerwünschten Entscheidungen führen, ändern. "Was wäre, wenn X mehr so-und-so wäre?" Einfach mit Alternativen zu spielen ist, glaube ich, das Wichtigste in der Planungsphase.
www.AndreasEschbach.com
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