Gesamtübersicht
Home
News
Bücherbord
Pinwand
Schublade
Kalender
Tagebuch
Privates
Mail
|

Ü b e r d a s S c h r e i b e n
Wie man Charaktere entwickelt
- Wer das Leben Karl Mays kennt, findet ihm nahestehende Personen in seinen
Romanen wieder. Holen Sie sich für die Charaktere Ihrer Figuren Anregungen
aus Ihrem Umfeld?
- Hatten Sie auch schon mal Schwierigkeiten mit einer Figur, sie glaubwürdig zu machen? Ist Ihnen ein Charakter mal hölzern geraten, irgendwie konstruiert- eben einfach nicht besonders menschlich?
- Falls ja, was machen Sie in so einem Fall?
- Meine Figuren fangen ständig an, sich selbst zu schreiben. Haben Sie eine
Ahnung, wie ich das einigermaßen einschränken kann?
- Ich hatte gerade eine (neue?) Idee, wie man einer eigenen Figur mehr Dreidimensionalität verleihen kann: ein fiktives Interview mit ihr schreiben!
- Wie entstehen solche Namen, wie "Nillian Jegetar Cuain", "Rhuna Orlona Pernautan", oder "Lamita Terget Utmanasalen"? Oder auch "Jibarat", "Jibnat", "Gheera", "Phtar", "Tennant", "Pashkanarium", "Eloa",...?
- Nur einmal aus reiner Neugier, wie planen Sie eine außerirdische Lebensform?
Was halten Sie für ratsamer? Die Geschichte den Charakteren anzupassen, oder die Charaktere der Geschichte? Die Hauptfigur in meiner Geschichte hat die Angewohnheit, Menschen die sie näher kennenlernt mit berühmten Persönlichkeiten zu vergleichen, was sich hauptsächlich auf das optische Erscheinen bezieht. Ob mir das vom Stil her zu "plump" ist, möchte ich noch nicht entscheiden, da dies eine besondere Eigenschaft meiner Hauptfigur ist. Doch was ich gerne wüßte, darf ich die Namen der Stars überhaupt erwähnen? Da auch Sie Probleme haben mit Ihren Figuren, möchte ich mal meine neueste Idee präsentieren. ich gehe von einer dreiteilung des Menschen aus:
- Sinne, die Info's aufnehmen
- Verstand und gefühl, die sie verarbeiten
- Stimme, Mimik Gestik, die die ergebnisse ausdrücken.
Das alles soll auf FREUD beruhen. Beim Schreiben will ich mir jetzt angewöhnen, in Gedanken ein Prisma kippen zu lassen, auf dem diese drei Phasen stehen. Sie sind gesteuert von den Motiven der Figur, die ich für jede vorher gestalte. Es ist also , als ob man in einen alten mann schlüpft, ein junges Mädchen usw. Das erfordert nur unvorstellbar viel Vorarbeit, um sich die Figuren und ihr Umfeld vorzustellen. Dabei gehe ich auch von drei Sphären aus: der Zwischenmenschlichen, der familiären und der auf Arbeit. In jeder dieser Sphären gibt es Gleichgesinnte, Höhere und Tiefere, die Freund, Feind oder neutral sein können.- Vor einiger Zeit habe ich angefangen, in meinen Erzählungen eine alte Figur aus einem Comic aufleben zu lassen - und stelle fest, daß ich einen vollkommen neuen Charakter entworfen habe, der sich aber an das Original anlehnt. Ich würde gerne wissen, ob es möglich ist, einen "verschwundenen Charakter" wieder aufleben zu lassen. Muß ich mir bei dem Verlag den Namen erkaufen? Oder darf ich den Namen einfach weiter benutzen, vorausgesetzt ich spiele weiterhin nicht mit dem Gedanken, etwas zu veröffentlichen?
Gibt es einen Grund, warum Sie Ihren Charakteren gern die amerikanische Nationalität verleihen?
www.AndreasEschbach.com
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung.
|