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Ü b e r d a s S c h r e i b e n
Wie man herausfindet, ob man Talent hat*
Wer keinen Zweifel daran hat, daß er gut schreibt, schreibt nicht gut. Wenn es eine Wahrheit gibt im Geschäft des Schreibens, dann ist es diese. Schreiben kann man nicht, man lernt es ein Leben lang.
- In der Schule dachte ich, dass ich Talent zum Schreiben hätte, bis ich irgendwann einsehen musste, dass dem nicht so ist.
- Könnten Sie bitte ein Manuskript von mir lesen und mir sagen, ob ich Talent habe? Dann hätte ich auch mehr Motivation regelmäßig zu schreiben.
- Die Leser fanden beide Storys sehr gut und bescheinigten mir durchaus Talent.
- Doch was macht man, wenn man für mehrere Dinge ein bißchen Talent hat. Ich schwanke ständig zwischen Theater, Schreiben, Malen und Fotografieren und kann mich für nichts endgültig enscheiden; mache von allem etwas...
- Bis heute bin ich ein "Schreibjunkie" :-)
- Vielleicht werde ich nie ein Buch schreiben, daß veröffentlicht wird, einfach weil es mir doch an Qualität fehlt, Massenwirkung zu erzielen.
- Selbst wenn man mittlerweile als Schreiberling einiges an Anerkennung erwerben konnte...
- Vielleicht haengt es irgendwie in mir nach, dass ich irgendwo mal gelesen habe, dass jeder irgendwann seine "15 minutes of fame" hat.
Moeglicherweise blockiere ich Doedel mich selbst, weil ich diese damals schon hatte und mir nicht recht vorstellen kann, dass ich es heute nochmal in anderen Bereichen wiederholen koennte.
- Die Flut von Kurzgeschichten und seltsamen kleinen Textfragmenten, die, da nur einige wenige zur Veröffentlichung in Fanzines kamen, zu größten Teilen in Schubladen ruhen (und dort auch bleiben werden), benötigten zu ihrer Entstehung jeweils nur Stunden, höchstens Tage, nie aber Wochen. Das gleiche trifft jetzt auch für meine "Lohnschreiberei" zu. Bin ich vielleicht ein nicht "der Typ", ein Schriftsteller zu sein?
Es hört sich bei Ihnen alles so einfach an und als ob es das normalste von der Welt wäre, mal "eben" ein Buch zu schreiben. Wenn ich mir vorstelle, ich schreibe ein Buch, brauchte ich ca. 100 Jahre dafür.- ...ich bin zwar keine berühmte, sondern nur kleine Autorin, mit aufsteigender motivierter Tendenz...
- Mitunter befällt mich eine Art nervöser Hektik des Geistes, wenn sich dieses kleine Männchen in meinem Kopf meldet und mich nach meinem eigenen Buch fragt. Kennen Sie das?
- Geduld, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen - sind dies die Ingredienzen, die einen Autor machen?
- Eine grosse Bitte an Sie um die Talentfrage zu klären: Darf ich Ihnen mal ein paar Seiten schicken? Ich würde mich über eine konstruktive Kritik von Ihnen freuen, selbst wenn Sie sagen, ich sollte mich besser anderen Hobbys zuwenden...!
Vielleicht "traue" ich mich nicht, daran meinem Roman weiterzuarbeiten, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich überhaupt "gut genug" als Schriftsteller bin. ich bin leider einer der unglücklichen gedichteschreiber, die ohnehin keine zukunft haben und das lässt sich sowohl ironisch als auch eben nicht ironisch vertreten. mir geht es keineswegs um geld oder bestätigung (dazu reicht mir mein eigenes selbstbewusstsein), aber wenn ich einen traum im leben habe, dann ist es schriftsteller zu sein. Sobald ich mit einer Story begonnen habe, finde ich, dass andere Schreiber viel bessere Ideen hatten u. deshalb auch originellere Storys zustande gebracht haben (vom Stil ganz zu schweigen ). Woher kommen diese Selbstzweifel? Würde man davon ausgehen einen Menschen, der auf Grund seines Überlebenstriebes heraus an das Schreiben gebunden ist, als
Schriftsteller zu bezeichnen? Mir wird von anderen bescheinigt, dass ich gut bin. Scheinbar haben andere Leute weniger Ansprüche als ich.
www.AndreasEschbach.com
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