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Ü b e r d a s S c h r e i b e n
Wie man mit Schreiben anfängt*
Wenn Sie überlegen müssen, ob Sie mit dem Schreiben anfangen sollen, dann lassen Sie's. Das Schreiben, von dem hier die Rede ist, ist eine Berufung, und die kann man sich nicht aussuchen - sie ist es, die sich einen aussucht.
Eigentlich müßte diese Überschrift also lauten: "Wenn Sie schon eine ganze Weile angefangen haben zu schreiben, weil es Sie dazu drängt, und Sie verzweifelt wissen möchten, wie Sie weitermachen sollen, damit das, was Sie schreiben, eines Tages auch etwas taugt." Das war mir bloß zu lang.
- Ich bin 17 und möchte schreiben. Sicher würde es meinem Selbstvertrauen gut tun, wenn Sie mir antworten.
- Das Hauptproblem liegt glaube ich fuer die meisten darin, in den Anfangsphasen den richtigen "Input" zu bekommen.
- Stagnation oder Selbstzweifel ist glaube ich das Hauptproblem, mit dem alle Anfänger zu kämpfen haben.
- Auf jeden Fall freue ich mich, daß Sie sich auf Ihren Seiten so intensiv mit der Schreiberei (und dem Handwerk) auseinandersetzen. Als Leser hatte man ja immer das Gefühl, Autoren KÖNNEN eben schreiben.
- Kann ich in meinem Alter noch schreiben lernen?
- Im Grunde will ich jetzt nur, dass Sie mir schreiben: Idiot! Schreib einfach! oder so was ähnliches... Aber ganz so einfach ist es vielleicht doch nicht?
- Ich bin 17 und möchte unbedingt schreiben. Richtig schreiben. Gedanken, Ideen und Emotionen in Worte kleiden, das ein dritter sie lesen kann. Man könnte sagen ich möchte mich mitteilen. Ich begann also mit einer kleinen Autobiographie, merkte aber schnell, das mein Stil fortwärend wechselte und meine ganze Erzählung so, an, wie soll ich sagen, das Fundament fehlte. Kennen Sie diese Situation? Erinnern Sie sich beim schreiben, das Sie diesen oder jenen Schreibstil umsetzen wollen oder kann sich derselbe je nach Laune ändern? Haben Bücher die Sie gerade lesen auf Ihre Arbeit Einfluß?
- ich hab seid ich denken kann den kopf voller ideen und geschichten. hab sie mich leider bis jetzt nicht, oder wenig getraut sie aufzuschreiben, denn ich hab immer das gefühl alle anderen schreiben besser als ich. wenn ich mit einer geschichte anfange, lege ich sie oft nach den ersten sätzen schon wieder bei seite, denn ich hab das gefühl, daß mir die sprachliche form irgendwie fehlt.
Ich möchte auch nicht schreiben, um veröffentlicht zu werden... Ich bin jetzt fast 13 und schon drauf und dran, Bücher zu schreiben. Wenn ich jetzt mal angenommem mit 14 ein Buch mit 100-300 Seiten fertig habe,heißt das dann,das ich gut bin? Und kann ich das Buch dann schon einem Verlag vorstellen,oder bin ich noch zu jung dafür? Mein Freundeskreis und meine Freundin können mit dem Schreiben einfach nichts anfangen. Meine Mutter bezeichnet es als "ganz nettes Hobby" und mein Vater lacht darüber, daß ich kein Kaufmann werden will. Ich schreibe gelegentlich Kurzgeschichten, um mich auf die grosse Aufgabe des Romanes vorzubereiten, behalte Gedanken im Kopf, bilde
Charaktere und will meinem Ziel endlich näher kommen. Meine Tochter (14 Jahre) schreibt für sich Kurzgeschichten. Ich habe ihr der Vorschlag gemacht, sie solle sich an einen Verlag wenden. Gibt es Verlage die von Jugendlichen Kurzgeschichten annehmen und auch Rückantwort hinsichtlich der Güte geben? In der Schule kämpfte ich bis in die 12. Klasse gegen Deutschlehrer, die meines Erachtens nur wollten, das man was sie dachten in andere Worte verpackt, also umschreibt und bekam regelmässig Vierer. In der 13. Klasse bekam ich zum ersten Mal gesagt, das ich ein gewisses Talent besässe. Trotzdem weiss ich nicht so recht, was ich tun soll. Ich selbst habe vor eineinhalb Jahren angefangen (als Hobby) zu schreiben. Sicher mache ich mir keine Hoffnungen eines Tages ein Buch von mir im Buchladen zu entdecken. Trotzdem möchte man auch als Hobbyschriftsteller gut und einfallsreich schreiben. Mein Problem liegt nur darin, dass ich nebenher auch sehr viel lese. Deshalb habe ich auch bei allen Geschichten die ich schreibe das Gefühl sie irgendwie von anderen Autoren zumindest teilweise zu kopieren. Die Idee an sich bildeten dann den Grundstein für meine eigene Geschichte, ob nun bewusst oder nicht. Das stört mich zunehmend. Daher habe ich mich schon lange gefragt, wie es richtige Schriftsteller fertig bringen, sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen. Wie schaffen sie es sich nicht durch andere Geschichten beeinflussen zu lasse? Ich hatte mal einer Frau gesagt, dass es mein Traum ist, Schriftsteller zu werden. Sie meinte darauf hin zu mir : "Meine Freundin hat es auch mal probiert und es ist sehr schwer, Schriftsteller zu werden." Ich solle es vergessen. Ich bin nur ein kleiner Schreibamateur und habe meine erste Kurzgeschichte geschrieben. Bin nun ganz unverfroren und frage Sie, an wen kann ich sie betreffend einer Beurteilung schicken?
www.AndreasEschbach.com
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