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Ü b e r d a s S c h r e i b e n
Wie ein Verlagsvertrag aussieht*
Auch hier ist ein Buch wie "Traumberuf Autor", in dem u.a. ein Verlagsvertrag Paragraf für Paragraf eingehend erläutert wird, sowie allgemein das "Handbuch für Autorinnen und Autoren" von Sandra Uschtrin zu empfehlen.
- Wieviel kann man für ein Machwerk, welches in etwa den Umfang Deines "Jesus Video" hat, überhaupt verlangen?
- Stimmt es, daß sich die Honorare für Hardcover zwischen 8-10% vom Nettoladenverkaufspreis bewegen, bei über 15 000 verkauften Exemplaren auch bis 12%? Bei Taschenbüchern etwa 5-6%?
- Garantiehonorar: ist das Usus? Oder eher ungewöhnlich für einen Newcomer? Was sind Deine Erfahrungen zu diesem Thema?
- Was ist bei einem Verlagsvertrag zu beachten?
- Ich bin mir unschlüssig, ob ich ein (noch ausstehendes) Angebot des XY-Verlages annehmen soll. Dürfte ich Ihnen bei Erhalt eine Kopie des Vertrages zusenden, falls noch Frage offen sind ?
Der interessierte Verlag ist ein kleiner, befindet sich noch im Aufbau, und bisher habe ich mich mit dem Verleger auf einige Punkte mehr oder weniger einigen könne: Hardcover, 10 % Honorar, 1000 Euro Vorschuss - obwohl das ja laut Ihres Berichtes sehr wenig sein muss - und 10 % Gewinnbeteiligung aus den Nebenrechten. Letzter Punkt ist also dann fast eine Frechheit, hm? Kann ich kalt lächelnd 50 % verlangen und - falls das nicht akzeptiert wird - fahre ich besser, dann ganz auf die Abtretung der Nebenrechte an den Verlag zu verzichten? Ich habe mich am Allegra Schriftstellerwettbewerb beteiligt. Nun habe ich in der FAZ gelesen, daß die Zeitung eingestellt wurde. Meine Frage ist nun, habe ich an meiner Kurzgeschichte irgendwelche Rechte? Ich habe vor gut zwei Jahren von einem kleinen Verlag einen Vertrag für mein Buch
"Alltagsgeschichten" bekommen. Bei dem Vertrag handelt es sich um einen sog. Normvertrag.
Soweit ist alles in Ordnung. Es wurde allerdings kein Erscheinungstermin für mein Buch vereinbart. Da dieses meine erste Veröffentlichung ist, habe ich darauf auch nicht geachtet.
Wie gesagt, das war vor über zwei Jahren. Auf meine Fragen bekomme ich ausweichende Antworten.
Zuviel zu tun... Bestimmt noch in diesem Jahr... usw. Langsam bin ich beunruhigt. Ist das "normal", dass eine Veröffentlichung so lange dauert?
Kann es sein, dass dieses Buch überhaupt nicht mehr erscheint, obwohl ein Vertrag besteht?
Ich möchte den Verlag durch allzu aufdringliches Fragen nicht verärgern, darum richte ich meine Frage an Sie. Hallo Herr Eschenbach! Mein erstes Buch (ein Sachbuch) wurde von einem Schweizer Verlag publiziert. Die Rechte für den US-Markt hat "mein" Verlag vor kurzem an einen amerikanischen Verlag verkauft. Laut meinem Vertrag bin ich an allen Umsätzen zu 10% beteiligt, auch was Nebenrechte betrifft. Beziehen sich diese 10% jetzt nur auf die Summe, die der amerikanische Verlag für die Rechte bezahlt hat, oder auch auf den Umsatz der in Amerika verkauften Bücher? Oder behält der amerikanische Verlag sämtliche Umsätze für sich, weil er einmalig die Rechte erworben hat? Auch der Schweizer Verlag konnte mir hierzu keine klare Auskunft geben. Vielleicht haben sie da einen Rat für einen armen Jungautoren? Ich habe ein Sachbuch geschrieben und rasch einen Verleger gefunden. Das Buch soll Ende des Jahres herauskommen. Allerdings möchte der Verleger das Buch, das eher in Richtung wissenschaftliche Darstellung tendiert, von jemand anderem "popularisieren" lassen, was kein Problem ist für mich. Das Manuskript liegt dem Verlag seit etwa 2 Monaten vor. Ein Vertrag ist zwar versprochen, aber nicht in Sicht. Ist es denn Usus, erst eine Überarbeitung vorzunehmen und danach den Vertrag abzuschließen? M. E. birgt doch diese Vorgehensweise für den Verleger ein zusätzliches Risiko, wenn es nämlich nicht zum Abschluß kommt? Ich fühle mich ein wenig unbehaglich und würde gern Ihre Meinung hören.
www.AndreasEschbach.com
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