Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach

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Andreas Eschbach
D i e   b e s t e n   B ü c h e r   z u m   T h e m a   S c h r e i b e n

 

 
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Ludwig Reiners. Stilfibel. Der sichere Weg zum guten Deutsch.

Dieses Buch ist ein absolutes Muß. Nicht nur für Autoren, sondern für jeden, der die Umwelt mit irgendwelchen Texten belästigt - aber für Autoren natürlich ganz besonders. Man erfährt hier nicht, wie man Romane schreibt, sondern - viel fundamentaler - wie man Sätze schreibt.

Sozusagen nach dem Prinzip der optimalen Schadensbegrenzung werden zunächst die zwanzig absolut disqualifizierenden Stilverbrechen behandelt. Es folgen zwanzig Regeln zur Wortwahl, zum Satzbau, zur Tonart und zum Gebrauch von Fremdwörtern, und schließlich zwanzig Ratschläge, wie man lebendig und anschaulich schreibt. Eine kurzgefaßte Übersicht über die Grammatik, die man wirklich braucht, und zu verschiedenen Einzelfragen runden das Buch ab.

Ich will es mal so sagen: Wer seine Manuskripte immer wieder mit den allerförmlichsten Formabsagen zurückerhält, kann in diesem Buch vielleicht erfahren, woran es tatsächlich liegt.

265 Seiten.

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Gabriele L. Rico. Garantiert schreiben lernen.

Als mir dieses Buch in die Hände fiel, konnte ich schon auf zwanzig Jahre Erfahrung als Autor und zwei veröffentlichte Romane zurückblicken. Also schlug ich es auf in der Erwartung, darin nichts wesentlich Neues zu erfahren.

Weit gefehlt! Die Autorin hat einen verblüffend anderen Ansatz, ans Schreiben heranzugehen. Es dreht sich bei ihr alles um eine Technik, die sie Clustering nennt und die sie variantenreich und mit vielen speziellen Anwendungsfällen erklärt.

Ich habe das Buch an einem Abend gelesen, und in der Nacht konnte ich nicht schlafen vor Aufregung. Um drei Uhr früh bin ich aufgestanden und habe angefangen, zu clustern, und seither ist das meine Leib- und Magentechnik in allen Fällen, wo mir der Text nicht von selber aus den Fingern läuft. Es ist keine Technik, die alles andere überflüssig macht, nein - aber sie unterstützt alles, was man handwerklich sonst beherrscht. Es ist wie Gewürze ans Essen tun.

Wer auch nur einen Hauch von Talent hat, lernt auf diese Weise tatsächlich, besser zu schreiben. Selbst jemandem, der kein Talent hat, kann diese Technik helfen, wenn er doch einmal etwas schreiben muß - und sei es nur einen Brief.

304 Seiten.

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James N. Frey. Wie man einen verdammt guten Roman schreibt.

In diesem Buch geht es um das Schreiben von Romanen. Nicht um Romane, wie sie, sagen wir, Suhrkamp verlegen oder das Feuilleton bejubeln möchte, sondern um Romane, die so geschrieben sein sollen, daß auch der Leser seinen Spaß hat. Wer auch nur entfernt im Rahmen eines Genres schreibt, muß das wissen, was in diesem Buch erklärt wird.

Wie schafft man eine Romanfigur? Wie erzeugt man den wichtigsten Grundstoff packender Geschichten, nämlich Konflikt? Wie kann einem die Prämisse helfen, eine Geschichte "rund" werden zu lassen? Wie schreibt man Dialoge? Wie überarbeitet man, was man geschrieben hat?

Dies ist ein komplettes Werkstattbuch für den Romanschriftsteller und gehört neben den Schreibtisch jedes Autors, der an einem erzählerischen Werk arbeitet.

200 Seiten.

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James N. Frey. Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 2.

Wie der Titel andeutet, ergänzt dieses Buch den ersten Band um einige Aspekte, die über die Grundlagen hinausgehen. Es geht um das Schaffen von Spannung, um die Prämissen von Geschichten, um die Stimme des Erzählers und um die 7 Todsünden des Schriftstellers. Genauso lohnend wie Teil 1, aber erst, wenn man Teil 1 gelesen und in die Praxis umgesetzt hat.

200 Seiten.

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Sol Stein. Über das Schreiben.

Man übertreibt sicher nicht, wenn man sagt, daß dieses Buch auf das Bücherbord eines jeden Schriftstellers gehört. Allerdings: Es ist nicht so unterhaltsam zu lesen wie James N. Frey - aber wo Frey nur an der Oberfläche kratzt, geht es bei Sol Stein ans Eingemachte. Gerade diese Tiefe ist es, die einen anfänglich schaudern macht: man legt es erstmal beiseite und denkt, 'Fehlkauf'. Nach einer Weile zieht es einen aber wieder hin, und man merkt, daß man einfach noch nicht soweit war. Man kann sich dieses Buch nicht einfach 'reinziehen'. Mit diesem Buch muß man kämpfen. Aber es lohnt sich.

Sol Stein ist in den USA ein bekannter Verleger und Lektor berühmter Autoren wie James Baldwin, Elia Kazan oder Jack Higgins. Er hat aus seiner Praxis heraus eine ganz eigene Herangehensweise entwickelt an das ewige Problem, so gut wie nur irgend möglich zu schreiben. Das, was er sagt, wird man in anderen Büchern nicht finden - es sei denn, sie haben bei Sol Stein abgeschrieben.

Das sollte nicht das erste Buch über das Schreiben sein, das man sich zulegt. Aber wenn man die Basics begriffen hat, kommt man um eine Auseinandersetzung mit Sol Stein nicht herum.

443 Seiten.

Dieses Buch ist nicht im Buchhandel, sondern nur direkt beim Verlag Zweitausendeins erhältlich.

 

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Stephen King. Das Leben und das Schreiben.

Endlich mal ein wirklich erfolgreicher Autor, der ein Buch über's Schreiben schreibt! Mit Stephen King wohl einer der erfolgreichsten Autoren überhaupt... Ganz klar, daß dieses Buch her mußte. Und: natürlich ist es fesselnd zu lesen. Dieser Mann könnte über seine Socken schreiben und man würde Zeit und Raum darüber vergessen. Aber die Frage ist ja: kann er uns beibringen, wie man das macht - so fesselnd zu schreiben?

Ich muß an eine Geschichte denken, die ich einmal gelesen habe: Ein Golfprofi, ein Naturtalent, wurde von einem wohlhabenden Country Club eingeladen, seinen wohlhabenden Mitgliedern das richtige Golfen beizubringen. Der Golfprofi läßt sich breitschlagen und steht also eines Morgens vor seinen Bewunderern, erklärt, wie man sich aufstellt usw. - Dinge also, die alle schon wissen - und sagt schließlich hilflos: "Ja, und dann... dann... dann schlagen Sie einfach so auf den Ball, daß er ins Loch trifft!"

Stephen King weiß zum Glück mehr über das Schreiben zu sagen. Das Buch zerfällt in zwei Teile: Im ersten Teil schildert er seinen Werdegang (was teilweise sehr bewegend ist, uns aber hier nicht interessieren soll), im zweiten Teil geht es dann ums Schreiben selbst. Da sagt er manches, wovon man im Deutschunterricht so nie gehört hat (und nie hören wird), in vielem erkennt man sich wieder, so man selber schreibt (was natürlich gut tut) - aber einige Stellen gibt es, die klar werden lassen, daß King auch in hohem Maße ein intuitiver Schriftsteller ist. Da gibt er dann Ratschläge, die für ihn selber funktionieren mögen - aber nicht unbedingt für andere! Seine Weigerung etwa, Handlung vorauszuplanen. Schön, wenn man es so kann. Wenn man einen Apparat im Geist eingebaut hat, der das für einen erledigt, ohne daß man sich dessen bewußt wird. Aber für einen Anfänger ist das ein geradezu verheerender Ratschlag.

Etwas zu können heißt nicht unbedingt, daß man es auch anderen beibringen kann. Deswegen ist Kings Buch, obwohl es unzweifelhaft gut, lehrreich und sein Geld wert ist, mit einiger Vorsicht zu genießen. Es sollte nicht das einzige Buch über's Schreiben sein, das man sich vornimmt.

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Joachim Jessen, Martin Meyer-Maluck, Bastian Schlück, Thomas Schlück.
Traumberuf Autor.

Wie findet man einen Verlag? Wie findet man einen Agenten? Wie geht das überhaupt, das Buchgeschäft? Solche Fragen erreichen mich täglich, und immer öfter empfehle ich, anstatt ellenlange und letztlich doch nicht hilfreiche Antworten zu verfassen, einfach dieses Buch. Ich habe lang gezögert, es hier aufzuführen, weil die Autoren zufällig auch meine Agenten sind, aber da sie völlig neutral bleiben (das Buch ist also keinesfalls eine Werbebroschüre für die Agentur Schlück!) und erwiesenermaßen wissen, wovon sie reden, denke ich, rücke ich mal damit heraus.

In diesem Buch geht es also nicht ums Schreiben, sondern um das, was passiert, nachdem man geschrieben hat. Vorausgesetzt, man gehört nicht zu denen, die ein fertiggestelltes Manuskript zufrieden einfach in eine Schublade packen (ich bezweifle, daß es so jemanden gibt), wird man sich auf die Suche nach einem Verlag machen - und darum geht es hier.

Was man unter anderem in diesem Buch findet:

  • Ein Verzeichnis der bedeutendsten Literaturagenturen des deutschsprachigen Marktes.
  • Ein Beispiel eines Verlagsvertrages, zusammen mit eingehenden Erläuterungen, was die einzelnen Paragraphen eigentlich zu bedeuten haben.
  • Wie eine Honorarabrechnung aussieht.
  • Was alles passiert von der ersten Kontaktaufnahme mit dem Verlag bis zum Erscheinen des Buches - und darüber hinaus.

Kurz gesagt: Dieses Buch enthält in leicht verständlicher Form das Wichtigste, was man als Autor über Verlage, Agenturen und das ganze Buchgeschäft wissen muß. Pflicht!

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Sandra Uschtrin, Michael Joe Küspert.Handbuch für Autorinnen und Autoren. Informationen und Adressen aus dem deutschen Literaturbetrieb und der Medienbranche.

Über das Schreiben selbst lernt man in diesem Buch überhaupt nichts. Darum geht es auch überhaupt nicht, denn das Anliegen der Herausgeberin ist, die deutschsprachigen Autorinnen und Autoren zu professionalisieren. Schreiben lernen sollen sie woanders.

Entsprechend geht es in diesem Handbuch um die Profession des Schreibens, um die beruflichen Aspekte also, sprich: Ums Geldverdienen. Um Kontaktadressen. Darum, die Szene, den Literaturbetrieb, die Medienbranche transparenter zu machen. Um Fördermöglichkeiten, Aus- und Weiterbildung, Vermarktungsfragen. Um die Spielregeln der Branche. Es wendet sich an Literaten ebenso wie an Heftromanschreiber, an Drehbuchautoren ebenso wie an Ghostwriter, Schreibwerkstattleiter oder Verfasser von Theaterstücken. Es ist knallvoll mit Adressen, Tipps, Hinweisen aller Art.

Für den, der seinen Lebensunterhalt mit Schreiben verdienen will, ist dieses Buch - man kann es mit einem Wort sagen - unverzichtbar.

Den "Uschtrin" gibt es mittlerweile seit 20 Jahren. Im Januar 2005 ist die neue, mittlerweile 6. Ausgabe erschienen. Die ISBN lautet 3-932522-06-0, der Preis beträgt gut investierte € 43.

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Nathalie Goldberg. Writing Down The Bones.

Wie kann man diesem Buch gerecht werden? Es ist einzigartig. Andere Bücher vermitteln Wissen, dieses vermittelt Weisheit. Andere Bücher lehren zu schreiben, dieses lehrt, ein Schriftsteller zu werden.

Entdeckt habe ich es 1989 auf einer Reise durch die USA. In einer Buchhandlung auf der Main Street von Iowa City, um genau zu sein. Damals war mein Schreiben am Absterben, ich brachte nichts zuwege, es schien alles keinen Sinn zu haben. Dann las ich 1000 Meilen lang in diesem Buch, begann sofort mit den Übungen darin (eigentlich ist es nur eine einzige) - und wie man so schön sagt: Der Rest ist Geschichte...

Wenn Sie nur eines dieser Bücher kaufen können, kaufen Sie dieses. Wenn Sie nur die Wahl haben, dieses Buch zu kaufen oder zu hungern, dann hungern Sie. Wenn Sie schreiben, ohne dieses Buch zu kennen, tun Sie das auf eigene Gefahr.

Die amerikanische Originalausgabe kostet ca. 7 €, je nach Dollarkurs.

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Nachtrag: Ich bin darauf aufmerksam gemacht worden, daß es dieses Buch inzwischen auch auf Deutsch gibt, und zwar unter dem Titel "Schreiben in Cafes". Es ist erschienen im Autorenhaus Verlag, ISBN 3-932909-65-8.

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Elizabeth George. Wort für Wort oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben.

Tja. Hätte ich auch nicht geglaubt, daß ich mal freiwillig ein Buch von Elizabeth George von Anfang bis zum Ende durchlesen würde, und auch noch in einem Rutsch! Aber hier war es so. Des Rätsels Lösung: Es ist kein Roman über Inspector Lynley, sondern ein Buch über das Schreiben. Ein Buch darüber, um genau zu sein, wie Elizabeth George schreibt. Und um es kurz zu machen: Es ist richtig gut. Was seinen Nutzwert anbelangt, sogar besser als das von Stephen King.

Was das Buch so gut macht, ist eben diese persönliche Haltung. Elizabeth George tritt nicht mit dem Anspruch auf, die allein seligmachende Methode zu verkünden, sondern läßt keinen Zweifel daran, daß sie nur ihre eigene, ganz persönliche Arbeitsweise schildert und es uns überläßt, daraus abzugucken, was uns nützlich erscheint. Sympathisch ist, daß sie, obgleich enorm erfolgreiche Bestsellerautorin, immer noch von Zweifeln geplagt wird, ob sie überhaupt gut schreiben kann (tatsächlich verblassen manche Zitate aus ihren eigenen Romanen neben Textstellen anderer Autoren), und daraus auch keinen Hehl macht: Auch das gehört zum Dasein eines Schriftstellers.

Nun ist Elizabeth George bekanntlich eine Autorin, die es mit der Charakterisierung und Erforschung ihrer Figuren eher übertreibt (zumindest für den Geschmack männlicher Leser). Schreibanfänger hingegen neigen eher zum Gegenteil, nämlich dazu, es mit der Ziselierung der Handlung zu übertreiben und den Figuren zu wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Diese Kombination macht dieses Buch zum idealen Handwerksbuch besonders - aber nicht nur - für Schreibanfänger, denn ihr Werkzeugkasten für den Umgang mit Romanfiguren ist wahrhaftig beeindruckend und zudem überaus lehrreich geschildert. Doch auch die übrigen Aspekte des Schreibens kommen nicht zu kurz, und alles in allem ist dieses Buch so reichhaltig, daß es mit einmal Durchlesen nicht getan sein wird.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Roman zu schreiben, aber nicht recht weiß, wie anfangen: In diesem Buch steht, wie. Wer wissen möchte, worauf man sich einläßt, wenn man Schriftsteller werden will, bekommt zudem einen guten Einblick in den Alltag des Schreibens.

Ich muß sogar das vorhin bei dem Buch von Nathalie Goldberg Gesagte teilweise widerrufen: Wenn Sie anfangen zu schreiben und sich vorerst nur ein einziges Buch über das Handwerkliche zulegen wollen, dann nehmen Sie dieses!

350 Seiten.

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