Aktueller Preisträger:

Regensburger Bistumsblatt

Begründung: In der Ausgabe vom 4.8.02 hat der Autor einer sogenannten "Rezension" meines Romans "Perfect Copy" schlicht und einfach den Klappentext wortwörtlich abgeschrieben - und es geschafft, dabei den Autorennamen als Einziges falsch zu schreiben.

Weitere Kandidaten waren:


Der Silberne Wolfram

Andere verleihen silberne Zitronen oder rostige Himbeeren, ich verleihe den Silbernen Wolfram - symbolisch, versteht sich.

Wer kriegt den Silbernen Wolfram?

Dafür gibt es nur eine, höchst einfache Regel: Jeder, der etwas über mich schreibt und mich dabei von Eschbach auf Eschenbach umtauft.

Sie sehen den Unterschied? Eschbach ist richtig. Korrekt. Genau so steht es in meinem Pass, in der Adresse meiner Homepage und auf den Umschlägen meiner Bücher. Eschenbach dagegen ist falsch. Grottenfalsch. So steht mein Name nirgends. Weil es nicht mein Name ist. Der ist, ich wiederhole es zur Sicherheit, Eschbach.

Der virtuelle Preis verdankt seinen Namen dem mittelalterlichen Meistersinger Wolfram von Eschenbach, der geboren um 1170 in (na logisch) Eschenbach bei Ansbach in Mittelfranken und daselbst um die Jahre 1220 bis 1225 verschieden. Er gehörte dem Ritterstand an, ist der älteste Autor in Reich-Ranickis Literaturkanon und gilt als hervorragendster Epiker des Mittelhochdeutschen. Seine Hauptwerke sind "Parzival" (1200-1210), "Titurel" (nach 1210) und "Willehalm" (nach 1212, unvollendet).

Mittelhochdeutsch. Das heißt, Leute, daß man die Werke dieses Herrn seit Jahrhunderten nicht mehr ohne ein spezielles Studium lesen kann! Unerklärlicherweise hakt der Name aber noch derart im kollektiven Unbewußten, daß es die mit Abstand - mit ganz, ganz weitem Abstand - häufigste Verballhornung meines Familiennamens ist, statt Eschbach Eschenbach zu schreiben, zu sagen oder sonstwie falsch zu machen. Dabei böten sich, wenn man es mal kreativ betrachtet, zahllose andere Möglichkeiten. Äschbach. Espach. Und so weiter, ich will da niemanden unnötig auf Ideen bringen. Doch wenn man mich falsch schreibt, schreibt man quasi immer Eschenbach.

Deshalb hier der Hinweis, daß ich mit diesem edlen Ritter und Meistersänger weder verwandt noch sonstwie verbunden bin.

Zur weiteren Verwirrung beitragen mag da noch eine gewisse Marie von Ebner-Eschenbach. Geboren als Grafin Dubsky am 13.9.1830 in Mähren, gestorben am 12.3.1916 in Wien, gilt sie laut meinem Lexikon als bedeutendste deutschsprachige Erzählerin des neunzehnten Jahrhunderts, die in ihren anschaulichen, realistischen Romanen und Erzählungen sowohl die Welt des Wiener Adels als auch das dörfliche Leben schilderte.

Auch mit dieser Dame bin ich nicht verwandt.

Ich bitte um Beachtung. Bitte schreiben Sie einfach Eschbach, und alles ist gut. Danke. Hier geht's zurück.


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