UTOPIA '99 - EIN BERICHT

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Hier sitzt die "deutsche Gang" im Publikum und sieht zu, wie Wolfgang Jeschke und Brian Aldiss für ihr Lebenswerk mit dem "UTOPIA Award" ausgezeichnet werden. Das war Samstag abend, nach der feierlichen Verleihung des Grand Prix l'Imaginaire. Ganz außen sieht man Udo Klotz, der die Details der Zeremonie mit professionellem Interesse verfolgte. (Wer es nicht weiß: Udo Klotz ist der Treuhänder des Kurd - Laßwitz - Preises.) Neben ihm Marcus Hammerschmitt, der trotz aufkommender Erkältung bei zahlreichen Programmpunkten tapfer auf dem Podium saß und mit exzellentem Englisch eine hervorragende Figur abgab. Würde mich nicht wundern, wenn demnächst auch ein Buch von ihm in französischen Buchhandlungen zu liegen käme. - Vor uns ganz rechts auf dem Bild noch einmal Sabine Wedemeyer-Schwiersch. Kein ganz leicht auszusprechender Name, schon gar nicht für Franzosen.

Eine Anekdote soll nicht unerwähnt bleiben: Vorgesehen war Simultanübersetzung in Französisch, Englisch und Deutsch. Bei der Diskussion um Urheberrechte und Internet am ersten Tag stellte Marcus Hammerschmitt seine Website vor. Die Franzosen im Publikum runzelten die Stirn. Marcus erläuterte die verschiedenen Rubriken und Optionen und seine Versuche, Texte über Internet zu vertreiben. Die Runzeln vertieften sich. Kurz darauf stellte sich heraus, daß die Übersetzerin seine gesamten Ausführungen übersetzt hatte mit "Das ist meine Homepage", und selbst das nur mit mühsamem Keuchen und Stöhnen.

Am nächsten Tag war ein anderer Übersetzer zugange, der aber auch so wenig vertrauenerweckend übersetzte, daß, wer konnte, lieber auf Englisch umschaltete. Schließlich hielt Sascha Mamczak einen Vortrag, der jedem Akademiker zur Ehre gereicht hätte und dem auch wir Deutschen nur mit hängendem Unterkiefer folgten, und das war das Ende. Der Übersetzer kapitulierte, und wir gingen endgültig zu Englisch als Verständigungssprache über.

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