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Stand 26. Dezember 2005
Ein Kultobjekt?
In zunehmender Zahl erreichen mich Mails, in denen ich nach der "Ich bin ein Nobelpreisträger"-Plastiktüte gefragt werde, die es zum Roman gab oder vielleicht sogar noch gibt. Ob ich noch welche hätte? Ob man mir eine solche Tüte abschwatzen, abkaufen, abbitten könne?
Ich weiß nicht genau, was hier vor sich geht. Entsteht hier gerade ein neuer Kult? Schlagen Sammlerherzen höher? Werden solche Tüten womöglich schon zu Phantasiepreisen bei ebay gehandelt? Auf alle Fälle hier die Generalantwort: Ich besitze selber bloß 3 Exemplare dieser Tüte, und ich habe entschieden vor, alle zu behalten. Ich besitze sie auch nur, weil zwei freundliche Buchhändlerinnen in Homburg/Ohm, Frau Weitzel und Frau Bösking-Rieß, sie mir auf meine Bitte hin geschenkt haben - und ich schlage vor, daß, wer hinter einer solchen Tüte her ist, ebenfalls zu den Buchhändlern seines Vertrauens geht und diese einfach fragt, ob sie noch welche haben. Ganz einfach, oder?
Am liebsten wäre mir allerdings, man würde alle Sammelwut auf die Bücher beschränken...
UTOPIALES 2005
37.000 Besucher auf einer Veranstaltung, in der es um Science-Fiction geht: Ist das überhaupt vorstellbar? Ich mußte es mir nicht vorstellen, ich war dabei. (Und ja, es gab in diesen Tagen Randale auch in Nantes. Aber davon habe ich bis jetzt auch nur in der Zeitung gelesen; so flächendeckend, wie es im Fernsehen vielleicht aussah, war das alles nicht.)
Die Menschen strömten vom 10. bis 13. November, am heftigsten am 11.11., der in Frankreich ein Feiertag ist (zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs), und natürlich war der Magnet schlechthin Jules Verne, der zwar in Amiens gelebt hat, aber in Nantes geboren ist und dessen Todestag sich zum hundertsten Mal jährte. Sein Antlitz zierte das Plakat, die Eintrittskarten, die große Leinwand über dem Podium, sein Geist schwebte über allen Diskussionen, seine Romane, Theaterstücke und sonstigen Texte wurden bei jeder passenden Gelegenheit zitiert, diskutiert oder rezensiert. Trotzdem waren die UTOPIALES alles andere als eine Jules-Verne-Gedenkveranstaltung, sondern wieder einmal der Treffpunkt der französischen, europäischen und internationalen SF-Szene. Von Finnland bis Rumänien, von den USA bis Argentinien waren Autoren anwesend, aus Griechenland, der Schweiz, Kanada und so weiter und so fort.
Mein persönliches Highlight war die Begegnung mit Neal Stephenson, dessen Roman "Cryptonomicon" zu meinen persönlichen Lesehöhepunkten der letzten Jahre gehörte. Er erwies sich als ruhiger, umgänglicher Mann, der etwas von einem Kung-Fu-Mönch an sich hat und der anfangs noch etwas befremdet schien von all dem Trubel, der herrschte. Aber natürlich war es auch schön, wieder die "üblichen Verdächtigen" zu treffen - Norman Spinrad, James und Kathy Morrow, Pierre Bordage, Jean-Marc Ligny, Christopher Priest, Wim Maryson, Jean-Claude Dunyach und so weiter.
Zur Eröffnung des Festivals hat es sich seit einigen Jahren eingebürgert, daß einer der eingeladenen Autoren ein kurzes Grußwort in möglichst vielen Sprachen spricht. Dieses Jahr war der Organisator, Patrick Gyger (im Zivilleben Kurator des Museums der Phantastik "Maison d'Ailleurs" in Yverdon), dafür ausgerechnet auf mich verfallen. Puh! In den letzten Jahren hatten das Leute wie Elia Barcelo oder Sylvie Winter gemacht, die in vier bis fünf Sprachen fließend parlieren - ich dagegen spreche eigentlich keine Sprache richtig und selbst Deutsch nur mit deutlich schwäbischem Akzent. Aber was sein muß, muß sein, also radebrach ich ein wenig auf Französisch, Englisch und schließlich auf Deutsch: Letzteres vermutlich ins Leere, denn aus Deutschland kam zu diesem Festival nur Marcus Hammerschmitt, und den hatte die Bahn auf Umwege geleitet, so daß er zur Eröffnung noch gar nicht angekommen war.
Jedes Jahr aufs Neue erstaunlich, was für interessante mehr oder weniger große Ausstellungen zu sehen sind. Bizarre, "atmende" Skulpturen beherrschten diesmal die Gänge. Vieles zu Jules Verne war zu sehen. Immer wieder faszinierend die Gemälde verschiedenster Künstler der Phantastik. Und höchst aufschlußreich: Eine Ausstellung zum Thema "Die Science Fiction und die Drogen". Da habe ich gleich das Notizbuch gezückt und meine Leseliste um ein halbes Dutzend Titel erweitert.
Und wieder mal bin ich praktisch nicht dazu gekommen, einen der zahlreichen Filme zu sehen, weil soviel anderes los war - Podiumsdiskussionen, Gespräche in der Bar, Treffen, Interviews, Signierstunden. Marcus Hammerschmitt dagegen war in der Filmpreis-Jury und mußte alle Filme sehen: Das fand er anscheinend auch nicht soo toll.
Ein Höhepunkt der besonderen Art war, daß sich der Gründer des Festivals, Bruno della Chiesa, endlich einmal wieder einigermaßen ausgiebig die Ehre gab. Er begnügte sich nicht damit, nur einige Preise zu überreichen, sondern moderierte in unverändert hochdynamischer Weise auch zwei Podiumsdiskussionen.
Alles in allem wieder einmal ein Erfolg, und das von derartigen Ausmaßen, daß der Bürgermeister von Nantes, Jean-Marc Ayrault, mit spürbarer Zuversicht die Fortsetzung des Festivals auch im nächsten Jahr verkünden konnte.
Stand 20. November 2005
Die "Haarteppichknüpfer" als Bester Fremdsprachiger Roman in Spanien ausgezeichnet
Die spanische Ausgabe der "Haarteppichknüpfer", "Los tejedores de cabellos", hat sich bis jetzt nicht besonders gut verkauft, sei aber, versicherte mir mein spanischer Verlag Bibliopolis, in der spanischen SF-Szene auf große Resonanz gestoßen. Mit meinen drei Worten Spanisch kann ich mir diesbezüglich kein eigenes Urteil erlauben - aber nun kam die Nachricht, daß auf dem HispaCon, der (was mir bis jetzt auch nicht geläufig war) vom 28.10. bis 1.11. im galizischen Vigo stattfand, die "Tejadores" den ersten Preis in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Roman" gewonnen haben.
Und zwar - und das haut mich nun wirklich um - vor Iain M. Banks' "Excession" und Dan Simmons' "Ilium"!
Wow.
Unmittelbares Resultat: Der Verlag hat Interesse bekundet, nun auch das "Jesus Video" in Spanien herauszugeben.
Phantastik-Award für "Quantenmüll"
Kurz vor der Buchmesse erreichte mich die Nachricht, daß meine Kurzgeschichte "Quantenmüll", erschienen in der Anthologie "Der Atem Gottes - Visionen 2004", hrsg. von H. Mommers, erschienen im Shayol-Verlag, den Deutschen Phantastik Preis als beste Kurzgeschichte des Jahres 2004
gewonnen hat. Leider war es mir auch dieses Jahr nicht möglich, den Preis persönlich entgegen zu nehmen, da mich meine Lesereise kurz zuvor von Frankfurt weg führte. Immerhin - ein bißchen näher dran als letztes Mal war ich...
Stand 13. Oktober 2005
Lesereise-Termine: alles auf den letzten Drücker!
Weil ich eine Menge Mails mit entsprechenden Anfragen bekommen habe, und überhaupt, warum ich meinen "Tourkalender" nicht aktuell hielte: Würde ich gerne, aber ich hatte tatsächlich bis gestern keinerlei Informationen, wußte nicht mal, wo ich auf der Reise mein müdes Haupt betten würde. Und eben auch keine Uhrzeiten. Inzwischen weiß ich sie, allerdings nur von der ersten Lesereise. Bei der zweiten tappe ich immer noch im Dunkeln.
Den Stand dessen, was ich zur Stunde über meine Lesereisen weiß, findet man wie immer hier.
Stand 16. September 2005
Hintergrundinfos zum "Nobelpreis" im SPIEGEL
Die Idee, einen Roman zu schreiben, in dem der Nobelpreis eine Rolle spielt, kam mir bei der Zeitungslektüre. Das liegt, wie bei den meisten meiner Romane, lange zurück. Ich habe nachgesehen: Die Grundidee taucht erstmals am 7. Dezember 1995 in meinem Notizbuch auf. Über die Jahre hinweg greife ich sie immer wieder mal auf, notiere Zusatzideen, Varianten, Gedanken zu möglichen Romanfiguren und so weiter. Bis mir dann am 6. Oktober 2002 die entscheidende Idee für einen (hoffentlich) unerwarteten Schluß kommt, die mich so fasziniert hat, daß klar war: Ich muß das Buch schreiben.
Der damalige Zeitungsbericht erzählte von einem Fall aus den Achtzigerjahren, als um die Verleihung des Medizin-Nobelpreises an eine italienische Wissenschaftlerin Gerüchte entstanden, der Pharmakonzern, für den sie tätig war, habe durch "intensive Lobbyarbeit" kräftig nachgeholfen. Diese Gerüchte sind bis heute nicht verstummt (wobei man zugeben muß, daß es auch sehr schwer ist, Gerüchte zum Verstummen zu bringen, insbesondere, wenn sie nicht stimmen).
Wer mehr darüber wissen möchte: Der SPIEGEL bringt in seiner neuen Ausgabe (Nummer 38/05 - erscheint übrigens wegen der Bundestagswahlen schon am Samstag, dem 17. September) noch einmal einen Bericht zum "Fall Montalcini" mit allem, was man bis heute darüber weiß.
Stand 29. August 2005
Nachlese zu Perry Rhodan
Schon vorbei. Längst. So schnell geht das mit diesen... ähm, Groschenromanen.
Das Echo war, vorsichtig ausgedrückt, gut. Ich hatte ja befürchtet, daß Diskussionen zum Thema "Welcher der beiden Gastromane war nun besser?" vorherrschen würden; das ist zum Glück fast ganz ausgeblieben. Wahrscheinlich liegt der erste Gastroman so lange zurück, daß man sich ohenhin nicht mehr so genau daran erinnert.
Wie auch immer. Da ich unmöglich allen, die mir oder dem Verlag ein Mail geschickt haben (ist mir alles weitergeleitet worden), einzeln antworten kann, habe ich für die eingefleischten Fans ein Making Of geschrieben, das hoffentlich alle Fragen beantwortet. Das findet sich hier - aber Nicht-Perry-Rhodan-Leser seien gewarnt: Sie werden eine Menge nicht verstehen.
Stand 12. August 2005
Perry Rhodan 2295 "Die Rückkehr" - JETZT an den Kiosken!
So sieht es aus, das Heft. Mein zweiter "Gastroman" bei der Perry Rhodan-Serie. Von heute an liegt es, nein, nicht in Buchhandlungen, sondern an Zeitschriftenkiosken. In der Ecke, wo es richtig kitschig aussieht und wo man sich ungern erwischen läßt. Und da liegt es nur eine Woche lang, ehe es vom nächsten abgelöst wird, also seien Sie gewarnt: Sie haben Sie nicht viel Zeit, zu zögern.
Ich will keine übertriebenen Hoffnungen wecken: Wenn Sie noch nie zuvor ein Perry Rhodan-Heft gelesen haben, werden Sie nicht alles verstehen. Es wird Ihnen dann ungefähr so gehen, als sähen Sie nur Folge 2295 der "Lindenstraße". Perry Rhodan ist eine fortlaufende Saga, und fortlaufend meint hier, daß sie seit über vierzig (ja, 40) Jahren allwöchentlich fortgeschrieben wird. Es ist ganz bestimmt nicht das beste, aber ganz bestimmt das umfangreichste Prosawerk der Literaturgeschichte, und zwar mit weitem, weitem Abstand zu allem anderen, was seit Erfindung der Schrift geschrieben wurde.
Das bedeutet, daß die Handlung dieses meines kleinen Romans eingebettet ist in eine riesige, Jahrmillionen und viele Universen umspannende Geschichte. Es ist ein kleiner Stein an einem gewaltigen Bauwerk, das andere planen und gestalten, doch es ist mein Stein, und ich habe mich bemüht, ihn so schön zu machen, wie ich konnte. Viel Spaß.
Stand 31. Juli 2005
Website zu "The Carpetmakers" und anderes
Tor Books hat eine eigene Website für den Roman eingerichtet. Zu finden ist u.a. der Klappentext, eine Sammlung von Pressezitaten, das Vorwort von Orson Scott Card und ein Interview mit dem Autor.
Heute erreicht mich außerdem die Nachricht, daß Tor Books eine von James Morrow zusammengestellte Anthologie europäischer Science-Fiction angekauft hat. Sie wird etwa ein Dutzend Stories enthalten und Ende 2006 oder Anfang 2007 erscheinen, ebenfalls im Hardcover. Ich werde darin mit meiner Story "Die Wunder des Universums" vertreten sein.
Russische Ausgabe von "Jesus Video" erschienen
Das Papier ist zwar nicht das beste, aber ansonsten ist die russische Ausgabe von "Jesus Video" ein schöner Schmöker, ein Buch, das so gut in der Hand liegt, daß man es gar nicht mehr weglegen will. Soll man ja auch gar nicht. Und das Titelbild finde ich eines von den gelungensten überhaupt: Ein Blick, und jeder weiß, was Sache ist.
Jetzt würde mich bloß noch interessieren, wie die Geschichte in Russland ankommt...
Japanische Ausgabe von "Perfect Copy"
Einige Exemplare einer prächtigen Hardcoverausgabe erreichten mich aus dem Land der aufgehenden Sonne: Der Roman um einen jungen Cellisten, der ein Klon sein soll, ist in Japan mit großem Aufwand publiziert worden. Wobei man wohl davon ausgehen muß, daß hier eher die heftige Zuneigung der Japaner zu klassischer deutscher Musik ausschlaggebend war.
Aber wie auch immer, ein schönes Cover - gewöhnungsbedürftig für unsereinen lediglich, es auf der "falschen" Seite des Buches vorzufinden.
"Die blauen Türme" auf Bestenliste
Der zweite Band der Marsprojekt-Reihe, "Die blauen Türme", stand im Juli auf der Liste "Die besten 7 Bücher für junge Leser" von FOCUS und Deutschlandfunk.
Auch sonst läßt sich aus den Rückmeldungen, die ich bekomme, schließen, daß der zweite Band auf reges Interesse stößt; ja, ich möchte sogar behaupten, daß das Interesse an der Reihe merklich zugenommen hat. Zu Recht, wie ich finde, denn nachdem in Band 1 die Grundlagen gelegt wurden, geht es nun richtig zur Sache, und das wird sich bis zum Finale in Band 5 nur noch steigern.
Der Vollständigkeit halber: "Krise der Sterne"
Die Weltwoche ist eine Schweizer Wochenzeitschrift, vergleichbar dem SPIEGEL, nur dünner, bissiger und schweizerischer. Zum Start von Episode III des "Kriegs der Sterne" bat man mich um ein Essay darüber, wie sich die Welt zwischen dem ersten und dem letzten Teil des Filmepos gewandelt habe und wie die Science Fiction damit eigentlich zurechtkomme. Denn: Sage und schreibe achtundzwanzig Jahre liegen dazwischen!
Dieser Essay ist in der Ausgabe 19 erschienen, am 12. Mai 2005, um genau zu sein. Ja, hätte ich eher melden können. Stimmt. Falls es doch jemand gelingen sollte, die Ausgabe noch aufzutreiben: Der Titel, die Zwischenüberschriften und die Einleitung des Textes stammen nicht von mir. Und es ist faszinierend, wie der Gesamteindruck dadurch verändert wird.
Stand 24. April 2005
"The Carpetmakers" starten gut
TOR Books versorgt mich mit Presseausschnitten, vorzugsweise guten. Und die sind schon geeignet, sie sich zur Erbauung neben den Spiegel zu hängen.
- Booklist zum Beispiel schreibt: "Enthusiastically introduced by no less than Orson Scott Card, this far-future novel does credit to everyone concerned, starting with its German author... Eschbach is likely to become an international phenomenon."
- Kirkus Review meint: "That such a magnum opus has been allowed to languish in the shadows for ten years (it first appeared in 1995) is damning evidence of how parochial SF publishing can be. Even more astounding, it was Eschbach's debut."
- Das wohl wichtigste SF-Magazin, Locus, bescheinigt: "...a considerable achievement... a world-class SF voice that we ought to know about."
- Und ein gewisser Paul Goat Allen von Barnes & Noble Explorations erklärt gar: "[The Carpet Makers] absolutely blew me away... Easily the best novel I've read all year...."
Wow. Trotzdem, allen kann man es natürlich nie Recht machen. Publishers Weekly vom 7. März findet, "the structure lacks urgency or focus... [readers] may be disappointed by the lack of real characters or sustained plot.".
Dann bin ich von verschiedenen Seiten - vielen Dank an alle! - auf eine Rezension hingewiesen worden, die von John Clute stammt: Das ist so ungefähr der Marcel Reich-Ranicki der Science Fiction, und allein der Erörterung für wert befunden zu werden ist so etwas wie ein Ritterschlag, heißt es. Natürlich habe ich sie sofort gelesen, aber offen gesagt läßt sie mich ein bißchen ratlos zurück - gefällt ihm das Buch eigentlich nun, oder nicht? Very European findet er es zumindest, was immer das bedeutet.
Mehr zu meinem neuen Perry Rhodan-Roman
Erst sollte es ja geheim bleiben, aber nachdem jemand aus dem VPM-Verlag die Einzelheiten in einem Info-Rundmail schon ausgeplaudert hat, kann ich es ja auch tun: Also, es wird Heft Nummer 2295, und der offizielle Erscheinungstag ist der 12. August 2005.
Denjenigen, die sonst mit "Heftchenromanen" nicht viel am Hut haben, sich diesen aber trotzdem zulegen möchten, sei an dieser Stelle erklärt, daß so ein Heftroman nur eine einzige Woche lang im Handel ist. Der Zeitschriftenkiosk legt die Hefte (spätestens) am offiziellen Erscheinungstag hin, und alles, was nicht verkauft ist, wenn das nächste Heft erscheint, wandert umgehend zurück an den Verlag. Es heißt also zuschlagen, denn danach kriegt man so ein Heft nur noch mit Mühe und allerhand Handständen, wenn überhaupt.
"Marsprojekt"-Fans aufgepaßt!
Da es Klagen über Fehlkäufe gab, will ich es hier noch einmal ganz genau erklären: Was 2001 mit einem einzigen Roman mit dem Titel "Das Marsprojekt" anfing, wird jetzt zur Reihe ausgebaut. Nun heißt die ganze Reihe "Das Marsprojekt", und die einzelnen Bände der Reihe tragen Untertitel. Das heißt, der erste Band mit dem Titel "Das Marsprojekt - Das ferne Leuchten" ist identisch mit dem ursprünglichen, im Frühjahr 2001 erschienenen Roman "Das Marsprojekt"!
Bücherliebhaber sind ja unterschiedlich gestrickt. Es gibt viele, die eine Serie gern in einheitlicher Gestaltung im Regal stehen haben möchten. Für diejenigen ist der erste Band in eben jener neuen Gestaltung (und nur in sehr geringer Auflage, anbei bemerkt, weil das Buch ja vorher schon in insgesamt 3 Ausgaben erschienen ist) noch einmal aufgelegt worden.
Anderen kommt es hauptsächlich darauf an, was in einem Buch drinsteht (ich zum Beispiel bin so jemand). Die brauchen sich besagten Band "Das ferne Leuchten" natürlich nicht noch einmal zu kaufen, wenn sie das ursprüngliche "Marsprojekt" schon haben: Der Text ist nahezu unverändert, von ein paar kleinen Fehlerkorrekturen abgesehen.
Oder in einem Satz: Wer einfach nur die Fortsetzung lesen will, lege sich "Die blauen Türme" zu.
So. Nun, da das geklärt ist, kann ich weiter an Band 3 schreiben...
Stand 2. April 2005
"The Carpetmakers" erschienen
Die amerikanische Ausgabe der "Haarteppichknüpfer" muß dieser Tage erschienen sein. Ich habe zwar noch kein Belegexemplar erhalten, bin aber zuversichtlich, daß das schon noch werden wird. Es liegt eben ein Ozean dazwischen - ich kann ihn von meinem Schreibtisch aus sehen...
Dafür erschien am 27. April in der Onlineausgabe der Denver Post schon eine erste Besprechung - herzlichen Dank an alle, die mich darauf aufmerksam gemacht haben!
"Jesus Video" auf Niederländisch erfolgreich
Die holländische Ausgabe von "Das Jesus Video" ist unter dem Titel HET MESSIAS MYSTERIE im Verlag Karakter Uitgevers erschienen und offenbar ziemlich erfolgreich gestartet, was ich so höre. Auch hier harre ich noch meiner Belege, und während ich noch harre, ist das Buch schon in der 3. Auflage!
Im Herbst soll übrigens "Eine Billion Dollar" folgen, unter dem Titel DE ERFENIS VAN FONTANELLI. Hier die beiden Cover:

"Das Buch von der Zukunft" für den Deutschen Jugendbuchpreis nominiert
Neulich rief mein Agent an: Ob ich es schon wisse? "Das Buch von der Zukunft" sei für den Deutschen Jugendbuchpreis nominiert. Wußte ich natürlich nicht; der Autor erfährt solche Dinge immer als Letzter. So war die Freude um so größer.
Beim Deutschen Jugendbuchpreis, habe ich mir erklären lassen, läuft es fast so spannend ab wie beim Oskar: Im Frühjahr, auf der Leipziger Buchmesse, werden die Nominierungen bekanntgegeben, und im Herbst auf der Frankfurter Buchmesse wird schließlich der Gewinner verkündet. Wobei auch die Nominierung schon eine große Ehre darstellt angesichts der Vielzahl der jedes Jahr auf dem Jugendbuchsektor erscheinenden Titel, und verkaufsfördernd wirkt es meist auch.
Im Fall des "Buches von der Zukunft", denke ich, wird es vor allem anderen den segensreichen Effekt haben, daß manche Buchhändler, die das Buch bislang eisenhart ins Regal mit den Science-Fiction-Romanen gestellt haben, darauf aufmerksam werden, daß es da nicht hingehört.
Stand 2. Februar 2005
Ein neuer Perry Rhodan-Gastroman
Es ist abgemachte Sache: Ich werde wieder einen Roman zur Perry Rhodan-Serie beisteuern. Welche Nummer genau, ist noch geheim; es wird aber voraussichtlich noch ein Roman in dem aktuell laufenden Zyklus sein.
Eigentlich wollte ich es ja bei einem Gastspiel belassen. Aber dann kam neulich das Belegheft der Sonderausgabe von "meinem" Band 1935 aus der "Gold-Edition", ich habe ihn wieder gelesen und hatte so viel Spaß daran, daß ich mir gesagt habe, warum eigentlich nicht? Zumal mich ja immer noch und immer wieder Leser darauf ansprechen, die gerne einen weiteren PR-Roman von mir lesen würden.
Der Unterschied wird sein: Damals hatte ich einen Planeten für mich, auf dem ich praktisch machen konnte, was ich wollte - es war ja der erste Gastroman in der Serie überhaupt, und die Redaktion war lieber vorsichtig. Diesmal jedoch werde ich knallhart in die laufende Handlung eingebunden sein, muß ein detailliertes Exposé umsetzen, auf korrekte Anschlüsse und Bezüge achten usw. - das wird auch mal eine interessante Herausforderung. Ich bin gespannt!
15 Autoren + 44 Stunden Zeit = 1 Roman.
Da wir gerade von Herausforderung reden: Bekanntlich gebe ich jedes Jahr Ende Januar ein Schreibseminar an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Dieses Mal jedoch war es kein normales Seminar, sondern ein wahnwitziges Experiment: Kann man an nur einem Wochenende - genauer: innerhalb von nur 44 Stunden! - einen kompletten Roman schreiben?
Die Antwort: Man kann. 338 Seiten sind es geworden, die sich zudem auch noch rasant lesen (kein Wunder, sie sind ja auch rasant geschrieben worden). Interessierte Verlage dürfen sich gern bei mir melden; es wäre schön, wenn der schnellste Roman aller Zeiten auch in Rekordzeit veröffentlicht würde. Mehr dazu in meinem Tagebuch.
Das Cover der neuen "Haarteppichknüpfer"
Im neuen Prospekt von Bastei-Lübbe findet man an herausragender Stelle (im wahrsten Sinne des Wortes, denn es ragt eine Bestellkarte aus dem Heft heraus) das Cover der neuen Ausgabe der "Haarteppichknüpfer".
Tja. Also. Ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Auf jeden Fall dürfte auch dem Skeptiker damit klar bewiesen sein, daß ich keinen Einfluß auf die Umschlaggestaltung habe. Ich bitte darum, mir diesbezüglich keine Vorhaltungen zu machen. Und nein, die Dame auf dem Umschlag ist nicht Hermine Granger bei der Abschlußprüfung.
Aber wie auch immer: Das Buch wird wieder auf Deutsch verfügbar sein, offiziell ab Juni, inoffiziell schon ab April. Kosten wird es € 7,95, die ISBN lautet 3-404-24337-4.
"Briefe an den Reichtum"
Carl Amery ist ein vorwiegend im politischen Bereich tätiger Autor (von ihm stammt beispielsweise das von mir höchst geschätzte Büchlein Hitler als Vorläufer); SF-Freunde kennen ihn jedoch vor allem als Autor legendärer SF-Romane wie "Der Untergang der Stadt Passau". Ich kenne ihn seit meiner Zeit als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung, und obwohl er damals an meinem Romanerstling allerhand auszusetzen fand, hat er doch hier und da ein gutes Wort für mich eingelegt und sogar ein "Quote" für den Umschlag der ersten Ausgabe der "Haarteppichknüpfer" gespendet.
Keine Frage, daß ich zusagte, als er mich bat, einen Beitrag für seine neueste Essaysammlung "Briefe an den Reichtum" zu verfassen. Und leicht zu erraten, daß es mein Buch "Eine Billion Dollar" war, das ihn auf den Gedanken gebracht hat, mich mit ins Boot zu nehmen. Da mein kleiner Essay in dem Buch eher grundlegender Natur ist, bildet er den Auftakt.
Das Buch erscheint im März bei Luchterhand.
Jules Verne zu entdecken
Es ist Jules Verne-Jahr: Vor 100 Jahren ist er gestorben, der Autor, der als der klassische Science Fiction-Autor schlechthin gilt - und der heute (und das ist das eigentlich Erstaunliche) immer noch lesbar ist, sehr im Unterschied zu so manchen, die erst später kamen.
Der Piper-Verlag bringt aus diesem Anlaß dieser Tage einen hierzulande wenig bekannten Roman Jules Vernes heraus, und zwar "Die Jagd nach dem Meteor". Das Besondere daran ist, daß dieser Roman erst nach dem Tod Vernes erschien, und zwar in einer von seinem Sohn Michael grausam verunstalteten Fassung. Die Originalfassung war bis vor wenigen Jahren verschollen, wurde dann von einem Sammler entdeckt und wird in dieser Ausgabe nun erstmals auf Deutsch erscheinen.
Alles weitere erkläre ich in den Vorwort, das ich dazu geschrieben habe...
"Quest" erscheint in neuer Aufmachung
Der Erfolg dieses Buches ist immer noch ein Rätsel. Geschrieben hatte ich den Roman eigentlich, um mich mit einem richtig saftigen SF-Kracher voller Raumschiffe, ferner Planeten und kosmischer Rätsel bei den deutschen SF-Fans, die mich von der ersten Stunde an so bereitwillig "adoptiert" haben, zu bedanken, und gerechnet habe ich, na, mit ein paar tausend verkauften Exemplaren. Wenn es nur 500 geworden wären, hätte es mich auch nicht überrascht, denn es ist eine Space Opera, also Science Fiction-Genre in Reinkultur, und das Cover der Originalausgabe läßt den potentiellen Käufer auch nicht im mindesten im Unklaren darüber, was ihn erwartet. Nach allen Regeln der Buchbranche hätte "Quest" ein kommerzieller Flop werden müssen, ein Buch für einen kleinen Kreis hartgesottener SF-Leser, das "Zivilisten" allenfalls mit der Kneifzange anfassen.
Doch nicht die Spur. Das Buch verkauft sich und verkauft sich und verkauft sich, und niemand weiß, wieso. Selbst wenn jeder der deutschen Sprache mächtige SF-Fan sich ein Exemplar zugelegt hätte, würde das die Verkaufszahlen immer noch nicht erklären. Es kann also nur so sein, daß auch ganz normale Menschen dieses Weltraumabenteuer lesen, und daß die zahllosen Mails von Leuten, die "normalerweise keine Science Fiction lesen", aber QUEST gut fanden (um es zurückhaltend wiederzugeben), keine Ausnahmen, sondern repräsentativ für dessen Leserschaft sind.
Aber man muß ja nicht alles verstehen. Jedenfalls: Ab Juli gibt es QUEST auch als Taschenbuch, mit einem weniger "spacigen", auch auch recht schönen Cover, und zum Preis von nur noch € 8,95.
"Jesus Video" auf Polnisch erschienen
Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft kam es in Polen in den Handel: Das Jesus Video, wieder im SOLARIS-Verlag, diesmal mit einem ziemlich guten Cover - das besser aussieht, als mein Scanner vermitteln kann. Über den Kreuzen auf dem Golgatha-Felsen und auf den Augen des Kapuzenmannes liegt ein farbiger Glanzeffekt, der das Cover zu einem echten Hingucker macht.
Gespannt bin ich, ob das Buch ein Echo in den polnischen Medien findet, und wenn ja, welches. Und ob ich mich jemals wieder im Leben nach Polen wagen darf...
"Eine Trillion Euro" als Hörbuch
Es ist noch eine Weile hin, bis Oktober 2005 nämlich, aber dann wird es meine Kurzgeschichte "Eine Trillion Euro" aus der gleichnamigen Anthologie als Hörbuch geben, in limitierter Auflage und für nur € 4,99, solange der Vorrat reicht.
Die Story hat gerade die richtige Länge, um auf eine CD zu passen. Ich habe sie ein paar Mal vor Publikum gelesen, das war jeweils immer ziemlich genau eine Stunde, die die meisten sehr kurzweilig fanden und nach der stets gute Stimmung herrschte.
Stand 12. November 2004
US-Ausgabe der "Haarteppichknüpfer" kommt im April 2005 bei TOR Books
Emails aus New York: Die Produktion der US-Ausgabe der "Haarteppichknüpfer" geht in die Endphase. Die Übersetzung steht, der Satz auch, es ging nur noch darum, ein paar bibliographische Details gegenzuprüfen. Auch das Cover existiert bereits, und dem Scan nach zu urteilen, den man mir schickte, hat die amerikanische Ausgabe gute Chancen, eine der schönsten Ausgaben eines meiner Bücher zu werden.
Man hat übrigens beschlossen, den Roman im Hardcover herauszugeben - ungewöhnlich für einen SF-Roman, erst recht von einem ausländischen und bislang in den USA unbekannten Autor. Orson Scott Card, der sich, seit er von dem Roman gehört hat, sehr für eine amerikanische Ausgabe eingesetzt hat, wird ein Vorwort dazu schreiben. Erscheinungstermin ist April 2005, die ISBN lautet 0-7653-05933, und der offizielle Verkaufspreis wird stolze $24.95 betragen.
Neuausgabe der "Haarteppichknüpfer" auf Deutsch geplant
Eine bizarre Situation versprach sich anzubahnen: Nächsten April würde mein Roman "Die Haarteppichknüpfer" auf Französisch, Italienisch, Tschechisch, Polnisch, Spanisch und sogar auf Englisch verfügbar sein - nicht aber auf Deutsch! Schon seit einiger Zeit ist die alte Heyne-Ausgabe vergriffen (die Hardcoverausgabe sowieso), und der neue Katalog von Bastei-Lübbe mit dem Programm bis Juni 2005 erwähnt immer noch nichts von einer Neuausgabe.
Doch nun habe ich aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen gehört, daß man es im Hause Lübbe nicht so weit kommen lassen will. Die schon seit längerem geplante Neuausgabe soll offiziell im Juli erscheinen, der Erscheinungstermin aber so weit vorverlegt werden, daß das Buch schon im April in den Buchhandlungen verfügbar sein soll. Der Höhenflug der ebay-Preise für dieses Buch dürfte damit demnächst enden...
Französischer Phantastikpreis für "Eine Trillion Euro"
Der Grand Prix de l'Imaginaire ist das französische Gegenstück zum "Deutschen Science-Fiction Preis". Er wird seit 1974 alljährlich von einer Jury in verschiedenen Kategorien vergeben: Bester französischer Roman, bester ausländischer Roman, beste französische Kurzgeschichte, beste ausländische Kurzgeschichte, beste Grafik, bester Comic usw. Eine Kategorie ist der "Prix européen" für Verdienste um die phantastische Literatur auf europäischer Ebene, und den durfte ich dieses Jahr auf dem UTOPIA-Festival in Nantes für meine Anthologie "Eine Trillion Euro" entgegennehmen.
"Das Jesus Video" auf Tschechisch erschienen
Kommentarlos waren eines Morgens drei Belegexemplare in der Post: Die tschechische Ausgabe von "Das Jesus Video". 463 Seiten stark, erschienen bei der Euromedia Group (der tschechischen Bertelsmann-Tochter), Übersetzerin ist Eva Pátková, die ISBN lautet 80-242-1204-8.
Neuausgabe von "Der Gesang der Stille" (Perry Rhodan-Band 1935) geplant
Der HJB-Shop bringt die zwanzig Romane der Perry Rhodan-Serie, die in einer großen Leserumfrage als die beliebtesten gekürt wurden, in Sonderausgaben neu heraus. Da sich mein bescheidener Beitrag zu diesem umfangreichsten Erzählwerk der Literaturgeschichte erfreulicherweise ebenfalls unter diesen Top Twenty befindet, wird der von vielen gesuchte Band 1935 "Der Gesang der Stille" also in absehbarer Zeit wieder erhältlich sein.
Stand 11. Oktober 2004
Und nun auch noch der Phantastik Award!
"Der Letzte seiner Art" hat dieses Jahr abgeräumt wie zuletzt nur "Das Jesus Video": Alle drei wichtigen Preise der deutschen SF gingen an diesen Roman. Nach dem Kurd Laßwitz-Preis (den die "Szene" verleiht) und dem Deutschen Science Fiction Preis (den eine Jury verleiht) nun auch noch der Phantastik Award, der Preis des Publikums. Am Samstag, dem 9. Oktober 2004, wurde das Ergebnis der Abstimmung auf dem BuCon in Frankfurt bekanntgegeben.
Im Unterschied zu 1999 jedoch, als ich bei den Preisverleihungen durch ständiges Erscheinen auf der Bühne "nervte", konnte ich dieses Jahr (aus Gründen, die ich inzwischen hundertmal erklärt habe, die aber letztendlich alle auf dasselbe hinauslaufen: neue Bücher braucht das Land, und die schreiben sich nicht von selber, und ja, ich habe mir fest vorgenommen, nächstes Jahr mehr Spielraum im Kalender zu lassen) zu keiner einzigen Verleihung kommen. Wie man mir jedoch berichtet hat, haben Veranstalter und Publikum es jeweils mit Fassung getragen.
Vergangenheitsbewältigung in Stuttgart
Wer in Stuttgart und Umgebung wohnt und auf eine Lesung von mir wartet, sollte sich vielleicht schon mal Samstag, den 23.Oktober 2004 anstreichen. Uhrzeit, Achtung: Nachmittags um 16 Uhr. Ort: Die Buchhandlung Steinkopf am Rotebühlplatz.
Das wird allerdings eine besondere Veranstaltung. Sie findet statt aus Anlaß des 25-jährigen Jubiläums des Literaturkreises an der Universität Stuttgart, in dem ich von 1982 bis 1987 ebenfalls regelmäßig verkehrt bin. Moderiert von dem Journalisten
Michael Matzer, den ich in eben diesem Literaturkreis kennengelernt habe und der sozusagen der 'Geburtshelfer' der ersten "Haarteppichknüpfer"-Geschichte wurde, wird es an diesem Nachmittag hauptsächlich um Anekdoten gehen. Um den Nutzen - und die Gefahren! - eines Literaturkreises. Falls ich noch ein paar von den Texten finde, die ich damals verbrochen
habe, bringe ich sie mit und gebe sie zum Besten. Für Frisuren wird keine Haftung übernommen, denn einiges davon war, wenn ich mich recht entsinne, wirklich haarsträubend...
Stand 3. September 2004
Nochmal wg. Hörspiel
Gestern kam ein dicker Brief aus der Schweiz, enthaltend die fertige Produktion meines Hörspiels auf CD, und natürlich haben wir uns das abends gleich angehört. Naturgemäß bin ich in dieser Angelegenheit befangen, aber ich sage trotzdem mal: Astrein! Tolle Sprecher, perfekte Aufnahme, alles noch besser, als ich es mir vorgestellt habe. Unbedingt zu empfehlen, deshalb nochmal der Hinweis auf die Ausstrahlungstermine auf meinem Kalender.
Die daraus entstandene Kurzgeschichte wird man übrigens ab November 2004 in der Anthologie »Der Atem Gottes« und andere Visionen 2004 nachlesen können. Herausgeber Helmuth Mommers hat darin, wie es aussieht, Stories der zur Zeit wichtigsten deutschsprachigen SF-Autoren zwischen zwei Buchdeckeln versammelt, alles Erstveröffentlichungen: Reife Leistung! Das Buch gibt es beim Shayol-Verlag (Nr. 1012), es hat die ISBN 3-926126-42-6, ca. 250 Seiten, Paperback, und kostet € 14,90.
Mein Beitrag zur Fußball-WM 2006
Im März letzten Jahres meldete sich zu meinem Erstaunen niemand Geringeres als das Organisationskomitee der Fußball-WM 2006. Ob ich mir vorstellen könne, eine kurze Science-Fiction-Story zum Thema Fußball zu verfassen?
Das schier Unglaubliche daran ist, daß mir zu dem Zeitpunkt tatsächlich gerade seit einigen Wochen eine diffuse Idee im Kopf herumspukte, die mit fußballspielenden Außerirdischen zu tun hatte. Und es kann nur so sein, daß da die letzte WM 2002 noch nachwirkte, denn normalerweise bin ich alles andere als ein Fußballfan. Mich erwischt es immer nur, wenn WM ist, und selbst da braucht es ordentlich Anlauf.
Jedenfalls waltete offensichtlich das Schicksal, und da soll man sich sowieso besser nicht querstellen, und so schrieb ich "Die Fußballfans von Ross 780". Sie steht nun auf Seite 94 der "Imagebroschüre 'Die Welt zu Gast bei FreundenTM'", die ansonsten - neben den unmittelbar auf die WM-Vorbereitung bezogenen Artikeln - noch weitere Texte enthält von Autoren wie Henry A. Kissinger, Roger Moore und Luciano De Cresecenzo. Illustre Gesellschaft also.
Für Sammler ist das natürlich nun eine echte Herausforderung, denn besagte "Imagebroschüre" gibt es nirgends zu kaufen. Soweit ich verstanden habe, bekommen sie nur Leute, die in irgendeiner Weise mit der Organisation der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu tun haben oder die dafür gewonnen werden sollen. Da heißt es, die Jagdinstinkte zu entfalten...
Natürlich wird die Story irgendwann auch mal woanders erscheinen. Aber bestimmt erst nach der WM, das steht fest!
Stand 23. August 2004
Deutscher Science-Fiction-Preis für "Der Letzte seiner Art"
Am 21. August 2004, auf dem Palatine-Con in Neustadt/Weinstraße, wurden die Gewinner der diesjährigen Literaturpreise des Science-Fiction-Club Deutschland (SFCD) bekanntgegeben. Sieger in der Kategorie "Bester Roman": Mein letztes Jahr erschienener Roman "Der Letzte seiner Art", die Geschichte eines alternden Cyborgs, der eigentlich in Irland friedlich seinen langen Lebensabend verbringen wollte...
Leider konnte ich nicht zur Preisverleihung kommen. Sowohl der Termin des Palatine-Con wie auch der des Elstercons im September (auf dem die Kurd Laßwitz-Preise vergeben werden) kollidieren mit persönlichen und unaufschiebbaren Verpflichtungen. Schade, aber nicht zu ändern; das Jahr hat nun einmal nur eine begrenzte Zahl von Wochenenden.
Das letzte Mal habe ich den DSFP übrigens 1999 bekommen, für "Jesus Video". Insgesamt ist es das fünfte Mal, daß ich den Deutschen Science-Fiction Preis erhalte.
Zwei Stories in Griechenland erschienen
Meine Kurzgeschichte "Die Wunder des Universums" sowie die auch hier auf der Homepage verfügbare Story "Garten Eden" sind in der griechischen Zeitschrift ELEFTHEROTYPIA erschienen.
Ich habe Belege dazu bekommen, die auch ganz hübsch sind, aber lesen kann ich darin ja nun rein gar nichts. Nicht einmal die Nummern der Ausgaben kann ich entziffern, also verlasse ich mich auf die Begleitinformationen meiner Agentur: "Die Wunder des Universums" ist in zwei Teilen abgedruckt worden, und zwar am 28.1. und am 4.2.2004; "Garten Eden" erschien am 15.4.2004.
Soweit ich verstanden habe, ist ELEFTHEROTYPIA eine Tageszeitung und die Hefte eine Mittwochs erscheinende Beilage, die sich hauptsächlich um Comics und nebenbei um SF dreht. Falls es jemand besser weiß, möge er mich korrigieren.
"Eine Trillion Euro" in HUMONDE
Die neu gegründete "Zeitschrift für eine humane Welt und Wirtschaft" HUMONDE hat in ihrer Ausgabe Nr. 2 (August/September 2004) meine Story "Eine Trillion Euro" nachgedruckt. Betrachtet man die thematische Umgebung, durchaus nicht unpassend, denn die Zeitschrift widmet sich einigen peinlichen Fragen, die auch in meiner Story gestellt werden, nämlich: Wie kann es sein, daß nach fast 60 Jahren Frieden und Wirtschaftswachstum heute an allen Ecken und Enden das Geld fehlt? Und wieso wundert sich niemand darüber??
Stand 27. Juli 2004
Hörspiel im Schweizer Radio: "Quantenmüll"
Der Schweizer Rundfunksender DRS fragte vor einiger Zeit an, ob ich nicht zufällig auch ein Hörspiel in der Schublade liegen hätte. Womöglich eines, das zu einer Sendereihe paßte, die damals geplant wurde. Hatte ich nicht, aber, schlug ich vor, ich könnte ja eines schreiben. Einmal ist immer das erste Mal. Zudem war mir kurze Zeit vor dieser Anfrage beim Durchblättern meiner Notizbücher zu einer Idee darin eingefallen, daß diese eigentlich ein gutes Hörspiel abgäbe. Gesagt, getan: Ich schrieb ein Hörspiel mit dem Titel "Quantenmüll". Nach besonders gründlicher Überarbeitung schickte ich es an die Leute vom DRS.
Und die wollten es nicht.
Gut, es kann nicht alles klappen. Ab in die Schublade damit. Dort lag es dann, und die Zeit verging. Bis dieses Frühjahr Helmuth Mommers, in der deutschen SF-Szene bekannter
umtriebiger Herausgeber diverser Kurzgeschichtenmagazine, anfragte, ob ich ihm nicht etwas hätte für ein neues Storymagazin-Projekt, VISIONEN. Hatte ich eigentlich nicht - mein Storypool ist seit Jahren leer bis auf den Grund -, aber mir fiel dieses Hörspiel wieder ein. Warum sollte das verschimmeln? Ich würde eine Story draus machen. Gedacht, getan, und diesmal gefiel sie und wurde angenommen.
Und wie das Leben so spielt: Am nächsten Tag meldete sich der DRS! Man wolle nun doch gern das Hörspiel "Quantenmüll" produzieren, ob es noch zu haben sei. (Und das ist jetzt nicht übertrieben, ich habe nachgeguckt: Die Story habe ich abgeschickt am 6.7.04 um 18:50, das Mail vom DRS kam am 7.7.04 um 14:48. Hier waltet das Schicksal, meine Damen und Herren.)
Also, natürlich war es noch zu haben. Und so kommt es diesen Herbst zum quantenmülltechnischen Dopplereffekt: Zum einen die Storyfassung in VISIONEN, zum anderen die Hörspielfassung im DRS1. Erstausstrahlung ist am 17. September 2004 um 20 Uhr, wiederholt wird es am 27. September 2004 um 14 Uhr.
Wenn das nicht phantastisch ist, dann weiß ich nicht, was sonst.
Semana negra!
Kaum zurück aus Polen, ging es nach Spanien, und dort nach Gijón, einem Ort an der nördlichen Atlantikküste. Dort findet seit 17 Jahren alljährlich die "Semana Negra" statt, die "Schwarze Woche", ein Kulturfest, das über eine halbe Million Menschen besuchen! Hat man mir gesagt. Habe ich kaum glauben können.
Was es damit auf sich hat, steht im aktuellen Tagebuch...
Weitere Bücher auf Polnisch folgen
Kurz nachdem ich aus Polen zurück war, erreichten mich gleichlautende Mitteilungen der Lizenzabteilungen von Lübbe und Droemer: Man sei sich mit dem polnischen Verlag Solaris einig geworden, sowohl "Eine Billion Dollar" als auch B>"Das Jesus Video" werden auf polnisch erscheinen.
Insbesondere auf die Reaktion auf "Jesus Video" bin ich gespannt. Gut möglich, daß ich mich danach nie wieder in Polen blicken lassen kann...
Weitere Details zu den Filmprojekten
Inzwischen sind die Verträge unterzeichnet, und die entsprechenden Meldungen in den einschlägigen Medien nachzulesen, also kann ich es auch hier verraten: Die Verfilmungsrechte für "Eine Billion Dollar" hat die Filmproduktionsgesellschaft Neue Bioskop Film GmbH optioniert, diejenigen für "Der Letzte seiner Art" die Firma Sperwer & Friends GmbH.
Stand 2. Juli 2004
Science Fiction im Land der Störche
Ich war zu einem Con nach Polen eingeladen, um meinen dort neu erschienenen Roman "Die Haarteppichknüpfer" vorzustellen. Hier mein Bericht...
"Das Marsprojekt" auf Französisch erschienen
Eigentlich ist das schon eher ein Nachtrag: Die französische Ausgabe meines ersten Jugendbuches "Das Marsprojekt" ist schon Mitte Mai auf Französisch verfügbar gewesen. Wieder bei L'Atalante, und wieder mit einem Cover von Manchu, einem der ganz großen französischen Illustratoren. Ich habe es Mitte Mai in Brest bei der dortigen großen Buchhandlung dialogues vorgestellt und war dann noch Ende Mai im Rahmen des alljährlich dort stattfindenden Festivals Etonnants Voyageurs in St. Malo, und was soll ich sagen? Die Leute nehmen es in die Hand, sagen "Wie? Ein Jugendbuch?" und - kaufen es trotzdem.
Stand 5. Juni 2004
"Die Haarteppichknüpfer" ab April 2005 in den USA
Endlich mal wieder ein Lebenszeichen von Tor Books aus New York, Fifth Avenue. Dort liegen seit geraumer Zeit die amerikanischen Rechte an den "Haarteppichknüpfern", die inzwischen auch schon - der Übersetzer hält mich auf dem Laufenden - fast fertig übersetzt sind: Eine Tätigkeit, die Doryl G. Jensen übrigens, wann immer es geht, mit Reisen nach Europa verbindet.
Nun ist erstmals ein Veröffentlichungsdatum festgesetzt worden: April 2005. Noch eine Weile hin, aber immerhin hat man das Gefühl, es geht voran...
Filmpläne, genaueres
Zu einem der anstehenden Filmprojekte (siehe Meldung vom 11. Mai) kann ich inzwischen Genaueres sagen, und zwar Folgendes:
Die Berliner Produktionsgesellschaft B&T Film hat die Verfilmungsrecht an "Das Marsprojekt" optioniert. Der Family Entertainment und Science Fiction Spielfilm soll in Coproduktion mit Partnern im europäischen Ausland entstehen. Regie soll der in Berlin lebende Regisseur Martin Duffy ("The Bumblebee flies away", "The Testimony of Talesian Jones", "The Boy from Mercury") führen.
Welche Coproduzenten das sein werden, soll sich in den nächsten Wochen klären. Über Besetzung usw. steht noch nichts fest.
"Jesus Video" für japanischen SF-Preis nominiert
Noch ein überraschendes Email, aus Japan diesmal. Die japanische Ausgabe von "Jesus Video" ist für den "Seiun Award" nominiert worden. Entschieden und vergeben wird der Preis während der 43. Japan Science Fiction Convention, landläufig als "G-Con" bezeichnet, der am 21. und 22. August 2004 im Nagaragawa Convention Center in Gifu stattfindet.
Außerdem nominiert sind in der Kategorie Roman: Patrick O'Leary, David Brin, James Byron Huggins, Joe R. Lansdale, Ursula K. Le Guin, Lois McMaster Bujold und Jacques Vallee.
Stand 11. Mai 2004
Kurd-Laßwitz-Preis
2004 für
"Der Letzte seiner Art"
Eine erfreuliche Mitteilung tauchte letzte Woche in meinem Postkorb auf: "Der Letzte seiner Art" hat den Kurd-Laßwitz-Preis in der Sparte "Bester Roman 2003" gewonnen, und zwar mit klarem Abstand, denn das Buch erhielt über 70% mehr Stimmen als der zweite Platz. Es ist mein fünfter Kurd-Laßwitz-Preis.
Filmpläne
Mehrere Anfragen haben mich zu einer Meldung in TV Spielfilm erreicht, wonach
"Das Marsprojekt" verfilmt werden soll. Ob das stimme?
Ja, das stimmt. Allerdings sind die diesbezüglichen Pläne zumindest nach meinem Kenntnisstand noch nicht so weit gediehen, daß Zeitungsmeldungen wirklich angebracht wären. Im Augenblick sind sogar drei Filmprojekte in der Röhre: "Das Marsprojekt", "Der Letzte seiner Art" und "Eine Billion Dollar".
Was ich an Details dazu verraten darf, ohne irgendwelche Verhandlungen zu gefährden, muß ich erst in Erfahrung bringen. Demnächst eventuell mehr an dieser Stelle.
"Die Haarteppichknüpfer" momentan vergriffen
In den letzten Wochen haben mich allerhand Emails erreicht von Leuten, die sich "Die Haarteppichknüpfer" zulegen wollten, jedoch nur die Auskunft bekamen, das Buch sei vergriffen und eine Neuauflage nicht geplant. Was tut man in dem Fall heutzutage? Offenbar klickt man sich zu ebay, wo das Buch für bis zu 30 € verlangt oder geboten werden (weiß ich nicht so genau, ich habe es nicht nachgeprüft), und schluckt erst mal.
Überhaupt, wie kann das sein? "Die Haarteppichknüpfer" sind in Französisch, Tschechisch, Italienisch, Polnisch und Spanisch erhältlich, eine englische Ausgabe ist in Arbeit - und da soll die deutsche Ausgabe nicht mehr verfügbar sein?
Gemach. Hintergrund ist, daß die Rechte von Heyne zu Bastei-Lübbe gegangen sind. Nachdem die Heyne-Taschenbuchausgabe mittlerweile weitgehend ausverkauft zu sein scheint, wird Bastei-Lübbe zweifellos demnächst von diesen Rechten Gebrauch machen und eine eigene Ausgabe auflegen. Ein Termin steht zwar noch nicht fest, aber ich würde mir 30 € für eine gebrauchte Ausgabe gut überlegen. Lohnen mag sich das höchstens, falls man Sammler und das angebotene Exemplar eine Hardcover-Erstausgabe von Schneekluth ist: Davon wurden seinerzeit keine 1.800 Stück verkauft und der Rest der Auflage makuliert.
STAND 4. APRIL 2004
Fernsehtermin: MDR, 4. April, 22:50
Ich bin zu Gast in der Aprilausgabe der Sendereihe "Weimarer Salon - Autoren und ihre Bücher". Es handelt sich um eine Gesprächsrunde mit insgesamt drei Autoren; allerdings weiß ich noch nicht, wer außer mir noch dabei ist. Damit sich niemand, der sich meinen Kalender anschaut, wundert: Die Sendung ist nicht live, sondern wird am 31. März in Erfurt aufgezeichnet.
STAND 17. FEBRUAR 2004
Radiotermin: SWR, 23. März, 10:05 bis 12:00
Die Sendung "SWR Leute" ist Kult. Die zweistündigen Interviews morgens zwischen zehn und zwölf, in aller Regel live geführt und in gut verdaulichen Portionen dargeboten, gehören zu den interessanten Radiosendungen überhaupt, und ich muß in den vergangenen Jahren Hunderte davon gehört haben.
Und um ganz ehrlich zu sein: Als das so allmählich losging mit meinen Büchern, da habe ich schon manchmal gedacht, hmm, eigentlich könnten die mich doch auch mal einladen, oder? Immerhin waren eine Menge Autoren zu Gast, die mindestens ebenso unbekannt waren wie ich. Daß der SWR insgesamt nichts von mir wußte, konnte auch nicht sein, denn ich war mehrere Male für kürzere Interviews dort. Wahrscheinlich, dachte ich, es ist wohl doch so, daß der Prophet im eigenen Land eben nichts gilt. Und als die Vorbereitungen für unsere Übersiedlung in die Bretagne begannen, schoß mir einmal der Gedanke durch den Kopf, ich könnte doch fast wetten, wenn wir erst mal aus Stuttgart weggezogen sind, fällt es denen ein...
Und was soll ich sagen? Genau so kam es. Sogar in einer verschärften Form, die sich so nur das Leben selbst erlauben kann: Genau einen Tag nach unserem Umzug trudelte das Email vom SWR ein! Ob ich die Sendung "SWR Leute" kenne usw. usf.? Und ob ich mir vorstellen könne...?
Nun, mein Vorstellungsvermögen war kein Problem. Ein Termin schon eher. Denn die Anreise zum Studio in der Neckarstraße, die bis vor kurzem nur zwanzig Minuten mit der Linie 14 gedauert hätte, erfordert jetzt eine mindestens zwölfstündige Zugfahrt...
STAND 14. FEBRUAR 2004
Wie ich eine Fehlfunktion im Internet entdeckte
Die letzten beiden Tage stand hier ein Hilferuf. Ich hatte mir nicht mehr anders zu helfen gewußt, nachdem ich seit Montag nicht mehr auf die Website der Deutschen Bahn, www.bahn.de, kam und so meines wichtigsten Hilfsmittels, was die Planung von Lesereisen anbelangt, beraubt war. Lesen Sie hier, was im Einzelnen geschah.
Nachtrag: Es funktioniert wieder!
STAND 7. FEBRUAR 2004
Höchste Weihen?
Seit Tagen erreichen mich Emails im Dutzend: Ob ich es schon wisse? Ich bzw. "Das Jesus Video" sei eine Frage bei Günther Jauchs "Wer wird Millionär?" gewesen! Welchen Bestseller hat Andreas Eschbach geschrieben? (A)Die Kirchen-Kassette (B)Die Petrus-Platte (C)Das Jesus-Video oder (D)Die Madonna-CD? Oder so ähnlich. Und - seufz! - der Kandidat mußte raten...!
Eine Frage bei Jauch! Wie kann man das noch steigern? Eine Karte im "Trivial Pursuit"? 53 senkrecht im Kreuzworträtsel? Danke jedenfalls an alle, die mich auf dem Laufenden halten. Ich bin beruhigt, daß man ohne Fernseher und Satellitenschüssel leben kann: Wenn etwas wirklich bedeutsam ist, spricht es sich trotzdem schnell genug herum...
"Die Haarteppichknüpfer" in Polen erschienen
Dieser Tage war es endlich soweit: "Solaris", der renommierteste Verlag für SF in Polen (der Name ist sicher kein Zufall), hat "Die Haarteppichknüpfer" herausgebracht - mit einem Cover, anbei bemerkt, das es schafft, dasjenige der Taschenbuchausgabe von "Kelwitts Stern" noch zu untertreffen und das damit gute Chancen hat, das grausligste Cover aller Zeiten zu werden.
Die Geschichte dieser Veröffentlichung ist dafür um so schöner. Die Übersetzerin, Joanna Filipek, hat das Buch nämlich entdeckt, auf eigenes Risiko komplett übersetzt und dann auf eigene Faust einen Verlag dafür gesucht - was über zwei Jahre dauerte! Eine Zeitlang war ein anderer, kleiner Verlag im Gespräch, und alles sah vielversprechend aus, aber dann verschwand der relativ spurlos von der Bildfläche, wie das kleinen Verlagen leider bisweilen passieren kann. Die Enttäuschung war verständlicherweise groß - doch wenige Tage später griff "Solaris" zu!
Anlaß jedenfalls für mich, im Juni zum SF-Festival nach Nidzica zu reisen und die Aufklärungsarbeit in Sachen europäische SF weiter voranzutreiben - in beide Richtungen, versteht sich.
Bestsellerplatzierungen
Immer noch erfreulich: die Bestsellerlisten bei buchreport.de, jeden Donnerstag neu. "Der Letzte seiner Art", hat als beste Platzierung am 6.10.2003 Rang 28 erreicht. Noch erfreulicher die Taschenbuchausgabe von "Eine Billion Dollar": Vorstoß bis auf Platz 5 (in Worten: fünf!), und zwar am 16. Januar 2004!
STAND 7. DEZEMBER 2003
Neues Jugendbuch im Januar
Mitte Januar erscheint bei ARENA mein dritter Jugendroman, "Die seltene Gabe". Obwohl ich diesen Roman weitgehend vor unserem Umzug geschrieben habe, spiegelt er bereits ein wenig unsere neuen Lebensumstände - der Held, ein jugendlicher Telekinet, ist Franzose. Seine Flucht aus dem Gewahrsam der Geheimdienste führt ihn quer durch Deutschland, unter anderem nach Stuttgart...
Es scheint doch etwas dran zu sein an der Behauptung, das Leben eines Autors schlage sich in seinem Werk nieder. Mehr Informationen zum Roman hier.
Die seltsamen Wege einer Kurzgeschichte
Meine Kurzgeschichte "Der Alptraummann" erschien zuerst 2000 in französischer Übersetzung in der von Robert Silverberg und Jacques Chambon herausgegebenen Anthologie Destination 3001 (Édition Flammarion, Paris).
Für August oder September 2003 war bei Heyne eine Anthologie mit dem Titel Zukunft geplant, in der sie erstmals auf Deutsch erscheinen sollte. Doch, wie das Verlagsleben manchmal so spielt, die Anthologie ist bis jetzt nicht erschienen, und ich höre munkeln, es sei fraglich, ob sie überhaupt je erscheinen werde...
Die Geschichte kümmert sich darum nicht, sondern marschiert eben im Ausland weiter. Gerade eben ist sie in der spanischen SF-Zeitschrift GIGAMESH erschienen, in der Nummer 35, wer es genau wissen will, und stellt damit meine allererste Veröffentlichung auf Spanisch überhaupt dar.
"Eine Trillion Euro" - Science-Fiction aus der Euro-Zone
À propos Kurzgeschichten. Ich liege in den letzten Zügen der Bearbeitung, Überarbeitung und Zusammenstellung einer SF-Anthologie, zu der die besten SF-Autoren fast aller Länder der Euro-Zone beigetragen haben. Es wird ein Hammer von einer Anthologie, wenn ich das mal ganz voreingenommen sagen darf. Ich habe Kurzgeschichten darin von Schriftstellern, die in ihren Heimatländern die absoluten Topautoren der SF sind, die hierzulande aber praktisch noch niemand kennt. Es ist erstaunlich: Wenn irgendein zweitrangiger amerikanischer oder englischer SF-Autor Schnupfen hat, steht es anderntags in den einschlägigen Newslettern - aber man versuche einmal herauszufinden, wer der anerkannt beste SF-Autor Finnlands ist!? Oder: Gibt es überhaupt Science Fiction in Griechenland? Die Antwort lautet: Ja, gibt es. Und nicht nur das, der wichtigste griechische SF-Autor hat auch eine Story zu meiner Anthologie beigesteuert.
Wir wissen immer noch viel zu wenig über unsere Nachbarländer. Schon daß von einem Autor wie Pierre Bordage, dem mit Abstand bestverkaufenden französischen SF-Autor (alle einschlägigen Preise hat er auch schon gewonnen), kein einziges Buch auf Deutsch erhältlich ist, ist kaum zu fassen. Daß man hierzulande nicht einmal ahnt, daß es in Spanien von SF-Autoren nur so wimmelt, und von guten zumal, wird sich hoffentlich mit Erscheinen dieser Anthologie ändern.
Allerdings ist bis dahin noch etwas Geduld vonnöten, geplantes Erscheinungsdatum ist Juni 2004. Aber es lohnt sich. Weitere Informationen einstweilen hier.
Hörbuch zu "Der Letzte seiner Art"
Freunde des Hörbuchs können ab März 2004 zugreifen: Auf insgesamt 6 CDs liest Martin May die Geschichte von Duane Fitzgerald, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Es handelt sich um eine behutsam gekürzte Fassung des Romantextes, und kosten soll die CD-Box € 29,90.
Martin May, 1961 in Coburg geboren, wurde bereits mit 18 Jahren als Schauspieler entdeckt. Er spielte über 100 Rollen im Fernsehen, am Theater und im Film, u.a. in Wolfgang Petersens Welterfolg Das Boot. Er lebt mit seiner Familie bei Hamburg.
"Solarstation" auf russisch erschienen
Ein Belegexemplar hat mich noch nicht erreicht, aber immerhin ein Mail einer deutsch-russischen Leserin mit einem Link zu einer Seite, die ein bißchen aussieht wie das russische Pendant zu AMAZON (man kann ja so gar nichts lesen auf russischen Webseiten...) und auf der die russische Ausgabe von "Solarstation" abgebildet war.
Daß "Die Haarteppichknüpfer" und "Quest" beim selben Verlag folgen sollen, habe ich ja schon vermeldet.
"Die Haarteppichknüpfer" kommen auf Spanisch
"Die Haarteppichknüpfer" werden in Spanien erscheinen, und zwar bei dem kleinen, aber rührigen Verlag Biblíopolis, voraussichtlich im Mai oder Juni 2004.
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