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Juli/August 2005

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Bücher

"Auf Ihrer Homepage tut sich ja zur Zeit wenig", schreibt man mir. Stimmt, und das ist noch untertrieben. Aber es gibt eben Phasen, in denen bossele ich gerne an meiner Homepage herum, und andere Phasen, in denen schreibe ich lieber neue Bücher. Was ja zum Glück auch viele Leute ganz gern sehen.

Demnächst kommt also nun "Der Nobelpreis", und der Lübbe-Verlag schlägt den Buchhändlern vor, ihre Schaufenster ungefähr folgendermaßen zu dekorieren:

Ein Vorschlag, dem ich mich gern anschließe und den ich hier an dieser unauffälligen Stelle mit einem kleinen Preisausschreiben verbinden möchte: Die ersten drei Leute, die mir ein (bitte nicht zu großes) Foto eines derart nobelpreisverdächtig dekorierten Schaufensters mailen, bekommen von mir ein signiertes Buch nach Wunsch. Dabei darf es sich auch um ein anderes meiner Bücher handeln, vorausgesetzt, ich besitze davon noch Belegexemplare.

Nachtrag: Inzwischen habe ich genügend Fotos erhalten, bitte keine mehr schicken! Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben, und Glückwunsch an die Gewinner an dieser Stelle. Die meisten Buchpäckchen sind schon unterwegs. Und wer erst jetzt davon liest: Nicht enttäuscht sein; mir haben diese "Bilder aus der wirklichen Welt" so viel Spaß gemacht, daß ich so einen Wettbewerb bestimmt mal wieder ausschreibe, spätestens beim nächsten dicken Buch!

Die Arbeit am "Nobelpreis" liegt natürlich nun schon geraume Zeit zurück. Vor kurzem beendet habe ich den dritten Band des "Marsprojekts", der aber erst nächstes Frühjahr erscheinen wird. Der Titel wird aller Voraussicht nach lauten: "Die gläsernen Höhlen".

Im Augenblick schreibe ich schon am nächsten Roman für Lübbe - wann der allerdings erscheinen wird, muß sich erst noch herausstellen. Und ehe man mich fragt, was das für ein Roman wird: Es wird - natürlich - mal wieder was ganz anderes...

Europäische Beobachtungen VII

Es scheint schon unermeßlich lange her zu sein, daß der Entwurf einer Europäischen Verfassung in Frankreich und den Niederlanden gescheitert ist. Liegt das wirklich erst ein paar Wochen zurück? Kaum zu glauben. Damals schien ein paar Tage lang das Abendland unterzugehen - zumindest dessen europäischer Teil -, und inzwischen kräht schon wieder kein Hahn mehr danach. Das Leben geht weiter.

Sind es nicht eigentlich die Medien, die immer diese Aufregungen erzeugen? Eine gewaltige Adrenalinwachrufungs- und Ereignisaufbauschungsindustrie hält unser Denken und Fühlen am Gängelband - so scheint es mir, der ich nun seit zwei Jahren ohne Fernsehapparat lebe und zunehmend das befreiende Gefühl habe, aus einem bösen Traum zu erwachen. Man überlege nur mal, was terroristische Anschläge bewirkten, wenn niemand über sie berichten würde: So wenig, daß ihre Urheber sie vermutlich irgendwann bleiben lassen würden. Stattdessen: Sondersendungen und die immer gleichen Bilder, damit keiner ihnen entgeht.

Ich empfehle: Glotze aus, Bücher lesen. Es gibt um Größenordnungen mehr gute Bücher als Fernsehsendungen, die die Zeit wert wären.


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