Klappentext des Eichborn-Verlages
Keine Frage. Aldi hat sie im Angebot. Baumwolle, "in modischer Vielfalt". Helga Zuber greift zu - allein ihr Gatte bleibt skeptisch.
"'Des zieh ich net an', sagt Herr Zuber.
'Für daheim', schlägt sie vor.
'Blödsinn. Da steht was druff. Ich zieh nix an, wo was druffsteht.'"
Die Zubers sind ein deutsches Ehepaar und Aldi ist ein deutscher Discounter. 'Aldidente' ist das Buch über Menschen beim Discounter. 'Aldidente' ist auch ein Buch über leibliche Genüsse und die Erotik des Schnäppchens. Die Zubers sind Stammkunden. Andere haben Aldi gerade erst entdeckt, dafür aber richtig. Eine Studie in Karton, eine Papporgie: das ist Aldi, da muß man durch. Aldi, erklärt eine junge Frau ihrem jungen Mann, repräsentiere einen neuen städtischen Lebensstil.
"Donnerwetter!
Ja, genau. Ist doch klar: einerseits haben wir uns mit Rezession und Flauten aller Art auseinanderzusetzen. Andererseits mögen wir nicht auf gute Produkte verzichten.
Natürlich nicht -
Eben! Früher war das ja so eine Sache, man konnte sich bei Aldi nicht recht sehen lassen. Wir dachten, diese Läden seien für Arme. Dabei repräsentieren sie nur eine andere Einkaufskultur. Das hat Aldis Stammkundschaft uns nämlich immer schon voraus gehabt: nicht auf den schönen Schein der Verpackung hereinzufallen."
Weder Werbung noch Warentest, sondern Gesellschaftsreportage und lukullische Feldforschung im Selbstversuch. Der Discounter als Bühne des Alltagslebens: darum Aldi.
Geschichten aus dem Alltag, über alte Frauen mit Haarnetz, Teenies in Turnschuhen, Buben auf Skatern, Frauen im Designerkostüm, Frauen mit Schleier, Männer mit Fahne. Geschichten vom Schnäppchen-jagen und sparen-müssen, aber auch Genuß-Geschichten: denn vom "Sparbrötchen" bis zum "Lachs-Geldbeutel" gibt es (Aldissimo!) 30 Rezepte aus Aldi-Produkten.
Und noch ein Kommentar ...
Deutschland kauft ein. Wo? Bei Aldi natürlich. Zugegeben, das war nicht immer so. Doch im Laufe der Jahre hat sich Aldi enorm entwickelt: Vom einfachen Supermarkt mit leichtem Schmuddel-Ambiente und Kisten, Kästen und Kartons soweit das Auge reicht - zu Deutschlands erfolgreichstem Lebensmittel-Discounter. Mit 37 %, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung, hat Aldi die meisten Stammkunden im deutschen Lebensmittelhandel, Tendenz steigend. Aldi-Produkte sind nicht nur preiswert, auch die Qualität stimmt. Wie oft haben Aldis Produkte die Prüfungen der Stiftung Warentest mit "Gut" oder "Sehr gut" überstanden. Man denke nur an den Champagner - der ist ja inzwischen fast zum Mythos geworden.
Doch soll das Buch keine Werbebroschüre für Aldi sein. "Aldidente: 30 Tage preiswert schlemmen - ist Gesellschaftsreportage und lukullische Feldforschung im Selbstversuch! Bei Aldi trifft sich die Welt und zwar schichtenübergreifend und international. Längst ist die Supermarktkette zum Spiegel gesellschaftlichen Lebens in Deutschland geworden.
Wer wüßte das besser, als Astrid Paprotta und Regina Schneider. In Fachkreisen gelten die beiden als unangefochtene Aldi-Expertinnen. Einen ganzen Monat lang führen die beiden Autorinnen durch die Welt von Deutschlands erfolgreichstem Lebensmittel-Discounter. Durch Stapel von Pappkartons, Butter in Kisten, Haushaltsreiniger in Kisten, Nudelpakete in Kisten, Kisten getürmt auf dem Boden, Kosten in der Kühltheke. Die Kisten haben eine Art Eigenleben entwickelt und die Kundschaft stört das nicht. Die Kisten gehören wie die günstigen Preise zu Aldi.
Regina Schneider hat für alle nur denkbaren Anlässe Rezepte zusammengestellt, die - man glaubt es kaum - fast ausschließlich mit Aldi-Produkten nachgekocht werden können. Ob Kindergeburtstag oder Festessen, Hausmannskost oder Diät-Menü, üppiger Brunch, kleine Zwischenmahlzeit oder Liebesmahl - für jede Gelegenheit ist das passende Rezept dabei.